Holzschrauben
Nach der Form des Kopfes können sie in vier Hauptgruppen eingeteilt werden: Schrauben mit Rundkopf (og), mit Senkkopf (ug), mit Linsensenkkopf (sg) und mit kantigem Kopf (Abbildung 1). Die Köpfe der ersten drei Gruppen von Holzschrauben sind so ausgeführt, dass sie mit einem Schraubendreher ein- und ausgeschraubt werden können, während die vierte Schraubengruppe für den Gerüstbau verwendet wird, größere Abmessungen besitzt und einen Sechskantkopf hat. Sie wird mit einem Gabelschlüssel ein- und ausgeschraubt. (Für eine lösbare Verbindung zwischen Holz und einem anderen Material wird auch eine Schraube zur Befestigung von Beschlägen mit Gewinde und Mutter verwendet, wie bei Metallschrauben; wir werden sie daher kennenlernen, wenn wir über Schrauben für Metalle sprechen. Ein Vorteil dieser Schraube ist der Vierkantansatz unter ihrem halbrunden Kopf, der sich beim Anziehen in das Material drückt und verhindert, dass sich der Schraubenschaft beim Festziehen dreht.)

Abbildung 1 — Kopfformen und Bezeichnung der Abmessungen von Holzschrauben.
Es ist wichtig, dass die Form des Holzschraubenkopfes an den Einsatzort angepasst ist. Auf ebenen Flächen verwenden wir beispielsweise eine Schraube mit Senkkopf, der nicht aus der Ebene herausragt. Auch Holzschrauben werden nach Kilogramm und nicht nach Stück verkauft. Ihre Maße werden wie bei Nägeln durch doppelte Zahlen angegeben, zum Beispiel 2 × 7 ug. Dies bezeichnet eine Schraube mit einer Dicke von 2 mm und einer Schaftlänge von 7 mm.
Die folgende Tabelle zeigt Schraubentypen mit dem Gewicht von 1.000 Stück und der Anzahl der Schrauben in einer üblichen Packung — nicht mit dem Gewicht der Packung, wie es bei Nägeln der Fall war.
| Schraubenabmessung | Gewicht von 1.000 Stück | Anzahl in der Packung |
|---|---|---|
| 2 × 7 | 0,22 kg | 2.000 |
| 2,5 × 15 | 0,64 kg | 1.000 |
| 3,5 × 35 | 2,46 kg | 500 |
| 5 × 60 | 8,43 kg | 200 |
| 6 × 50 | 10,40 kg | 100 |
| 8 × 120 | 41,80 kg | 100 |
| 6 × 120, kantiger Kopf | 49 kg | 50 |
| 10 × 130, kantiger Kopf | 66,50 kg | 50 |
Vorbereitung des Materials und Schutz der Verbindung
Beim Einschlagen von Nägeln sind keine Vorarbeiten erforderlich. Zum Eindrehen von Holzschrauben muss das Material jedoch vorbereitet werden, indem ein Loch mit einem Durchmesser von drei Vierteln des Schraubendurchmessers und einer Tiefe von der Hälfte der Länge der zu verwendenden Schraube gebohrt wird. Dieses „Halbloch“ führt die Schraube und verhindert das Spalten des Holzes (die Schraube hat ein konisches * Gewinde). Kleinere Öffnungen können durch das Einschlagen eines Nagels gebohrt werden, der anschließend wieder herausgezogen wird.
Es ist wichtig, dass die Spitze und der Schlitz im Schraubenkopf in derselben Ebene liegen. Eine Schraube, die vor der Verwendung mit Seife bestrichen wird, lässt sich leichter eindrehen. Es ist wichtig, dass die Breite des Brettes mindestens 110% der Schraubenlänge beträgt (es sei denn, wir möchten aus irgendeinem Grund, dass die Schraube das Brett durchstößt), damit die Schraubenspitze nicht durch das Brett hindurchtritt. In einem 10 mm dicken Brett verwenden wir zum Beispiel eine Holzschraube mit einer maximalen Länge von 8 mm.
Verwenden wir keine verrostete Schraube! Wenn wir keine andere haben, sollte die alte Schraube zuvor mit Öl bestrichen werden. Nach dem Eindrehen — besonders bei Ziergegenständen — bestreichen wir den Schraubenkopf mit farblosem Lack, der neben dem Schutz der Schraube auch einen Schutz gegen das Herausdrehen gewährleistet.
Leimen
Leimen ist eine recht häufige Art der Verbindung. Leim ist seit Langem als Bindemittel bekannt, genauer gesagt warmer „Glutinleim“. Neuer ist der kalte „Kaseinleim“. Das neueste Mittel zum Kleben ist ein Klebstoff auf Kunstharzbasis.
Warmleim
Der beste Warmleim wird aus einer Mischung von Knochen- und Hautleim im Verhältnis 3:1 gewonnen. Er ist in Platten erhältlich. Die Bruchfläche sollte rissig und muschelförmig sein. Die Farbe spielt keine wesentliche Rolle, die Platte muss jedoch möglichst wenige Blasen aufweisen. Wenn auf der Oberfläche des geschmolzenen Leims Fettflecken erscheinen, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Leim verdorben ist und nicht verwendet werden sollte. Es sollte immer nur so viel Leim geschmolzen werden, wie verbraucht wird. Zunächst lassen wir ein abgebrochenes Leimstück einen halben Tag lang einweichen (auf der Wasseroberfläche erscheinen dann Fettflecken), danach wird das überschüssige Wasser von der entstandenen geleeartigen Masse abgegossen und der Leim durch Erwärmen auf 50–60°C vollständig geschmolzen. Am besten stellt man das Gefäß mit dem Leim in ein größeres Gefäß mit Wasser und dieses auf den Herd. Unter ständigem Rühren und unter Beachtung, dass die Wassertemperatur 70°C nicht überschreitet, lassen wir den Leim schmelzen. Auf die vorbereitete Fläche tragen wir eine gleichmäßige Leimschicht auf und drücken die so bestrichenen Holzflächen gleichmäßig gegeneinander. Der Leim bindet in 5–25 Minuten ab, in trockenen, warmen Räumen auch vor Ablauf dieser Zeit.
Kalter Kaseinleim
Kalter Kaseinleim „bindet“ langsamer ab. Er macht die Werkzeugschneide stumpf, wenn das verleimte Teil bearbeitet wird. Kaltleim muss sofort nach der Zubereitung verbraucht werden. Kaltleim verändert bei manchen Holzwerkstoffen die Farbe. Er ist wasserbeständig und wird einfach und ohne Erwärmung für den Gebrauch zubereitet. Kaltleim ist ein weißer pulverförmiger Stoff. Wenn er nach Hartkäse riecht, darf er nicht mehr verwendet werden, weil er verdorben ist. Ein Kilogramm Kaltleim wird unter vorsichtigem Rühren mindestens eine halbe Stunde lang in eineinhalb bis zwei Litern Wasser aufgelöst. Dabei muss die Raumtemperatur 10°C und die Wassertemperatur mindestens 20°C betragen. Zu Beginn des Mischens ist Kaltleim ein dicker Brei, nach dem Mischen wird er jedoch dünner, weshalb das Wasser am Anfang nicht übereilt zugegeben werden muss. Für eine Fläche von 1 m² müssen 50 Gramm Kaltleim gleichmäßig aufgetragen werden. Zubereiteter Kaltleim kann höchstens innerhalb von fünf Stunden verwendet werden.
Klebstoffe auf Kunstharzbasis
Mehrere neuere Klebstoffarten erleichtern das Verbinden von Holz. Ein gemeinsames Merkmal dieser Klebstoffe ist ihre einfache Verarbeitung, aber auch ihr höherer Preis.
Der am weitesten verbreitete Klebstoff auf Kunstharzbasis ist der zweikomponentige Epokit. Bei Raumtemperatur trocknet er in 24 h und bildet eine weiße Masse, die geschnitten werden kann. Er kann eingefärbt werden, ist jedoch teuer und deshalb nur für kleinere und empfindlichere Arbeiten geeignet.
Auch Oho ist ein Universalklebstoff auf Kunstharzbasis. Er klebt Porzellan, Holz, Kunststoffe, Zelluloid, Metalle und anderes fest, schnell und dauerhaft. Der Klebstoff „Oho“ ist ungiftig, kristallklar, wasserfest und hat einen angenehmen Geruch. Die zu klebende Fläche muss sauber und trocken sein. Der Klebstoff wird auf beide zu verbindenden Flächen aufgetragen, dünn verteilt und kurz antrocknen gelassen. Danach werden beide Flächen zusammengedrückt und einige Minuten lang unter Druck belassen. Der getrocknete Klebstoff bildet einen dünnen, farblosen Film.

Auftragen des Klebstoffs auf eine vorbereitete Holzfläche.
Es gibt noch eine Reihe universeller Klebstoffe auf Kunstharzbasis wie Araldit, Boropor und andere. Für die Verwendung dieser Klebstoffe kann keine allgemeingültige Anleitung gegeben werden; stattdessen müssen die jeweiligen, jedem Klebstoff beiliegenden Anweisungen befolgt werden. Gemeinsame Merkmale von Klebstoffen auf Kunstharzbasis sind, dass sie in dünnen Schichten aufgetragen werden müssen und daher nur zum Verbinden ebener Flächen verwendet werden können. Sie sind nicht zum Verkleben rauer Bretter bestimmt und außerdem teuer.
Verfahren beim Verleimen von Holz
Die grundlegenden Arbeiten, die beim Verleimen von Holz ausgeführt werden müssen, sind: die Auflageflächen beider zu verleimender Teile vollständig und sauber zu reinigen, den Klebstoff gleichmäßig auf die gesamte Klebefläche aufzutragen und die verleimten Flächen ausreichend zusammenzupressen. Ein trockener und warmer Raum, in dem die Verleimung erfolgt, beschleunigt das Trocknen. Es ist wichtig, den durch den Druck zwischen den beiden Flächen herausgepressten Leim gründlich zu entfernen.
Besondere Aufmerksamkeit muss dem Pressen und Einspannen des Materials gewidmet werden. Nach Möglichkeit sollte nicht direkt auf die zu verleimenden Flächen gedrückt werden; der Druck sollte über außen angebrachte Abfallstücke erfolgen. Diese Stücke sollten von den Spannbacken erfasst werden. Zum Verleimen kleinerer Teile genügt ein Tisch mit ebener Platte, darauf eine Hilfsplatte, dann die zu verleimenden Teile und erneut eine Hilfsplatte. Mehrere schwerere Bücher oder Ziegelsteine können als Druckgewichte dienen.
Sägen
Auswahl der Säge und der Sägeblätter
Schneiden und Trennen ist nach dem Nageln die häufigste Arbeit. Zunächst müssen wir das Mittel zum Schneiden von Holz auswählen — die Säge. Da eine Heimwerkstatt nicht so ausgestattet sein kann wie eine Fachwerkstatt, müssen wir darauf achten, nur die notwendigsten Sägen anzuschaffen (Abbildung 2).

Abbildung 2 — Sägearten, Profile und Stellungen der Zähne sowie der Schnittbeginn.
Zum Schneiden größerer Holzstücke beschaffen wir eine Tischler-Rahmensäge. Zum Ablängen kleinerer Teile benötigen wir eine Handsäge mit auswechselbaren Blättern, und am wichtigsten ist eine Handsäge mit Stahlrahmen und auswechselbaren Blättern verschiedener Profile. Für diese Säge stellen wir eine größere Zahl von Blättern unterschiedlicher Profile bereit. Bei Sägeblättern ändert sich neben der Zahngröße (die Zahnhöhe beträgt 3 mm zum Ablängen, 2 mm zum Schneiden von Nuten und 1 mm für die Feinbearbeitung) auch der Zahnwinkel. Für die meisten Arbeiten ist ein Winkel von 90° am geeignetsten, weil die Zähne mit einer Dreikantfeile geschärft werden können. Für präzisere Arbeiten sollten wir ein Blatt mit Zähnen in einem Winkel von 110° haben. In den Metallrahmen kann auch ein Metallsägeblatt eingesetzt werden. Die Sägezähne schneiden gewöhnlich bei der Bewegung vom Körper weg, also beim Schieben.
Schränken und Schärfen der Zähne
Es ist wichtig zu erkennen, dass die Sägezähne neben ihrer Neigung in Blattrichtung auch eine eigene Biegung beziehungsweise „Schränkung“ besitzen, die bei Blättern für verschiedene Zwecke unterschiedlich ist. So beträgt sie bei Blättern zum Ablängen 2 Blattdicken, bei Blättern für Nuten 1,5 und bei schmalen Blättern 1,3 Blattdicken. Die Schränkung der Zähne ermöglicht ungehindertes Schneiden, ohne dass sich das Blatt im Material verklemmt. Zum Schränken der Zähne wird ein Spezialwerkzeug verwendet, mit größerer Sorgfalt kann jedoch auch eine Flachzange dienen. Mit einer Säge, deren Zähne geschränkt, also abwechselnd nach links und rechts gebogen sind, ist es schwierig, den Schnitt zu beginnen. Deshalb ist es für einen Anfänger nützlich, den Anfangsschnitt mit einem Stechbeitel oder einer Säge mit geringer Schränkung herzustellen. Dabei sollten sofort zwei Schnitte unmittelbar nebeneinander ausgeführt werden, weil ein Blatt mit größerer Schränkung nicht in eine schmale Nut eintreten kann. Wenn die Säge stumpf wird, spannen wir das Sägeblatt in einen Schraubstock und schärfen es mit einer Dreikantfeile. Die Zähne sollten dabei einen halben Zentimeter über die Backen des Schraubstocks hinausragen.
Spannen und Stellung des Blattes
Die Blätter von Rahmensägen können gespannt werden: bei der Tischlersäge durch Drehen der Leiste in der Schnur und bei der Säge mit Metallrahmen durch Anziehen der Flügelmutter. Darüber hinaus kann das Blatt um seine Achse gedreht, also aus der Ebene des Rahmens herausgestellt werden. Eine Fachkraft arbeitet gewöhnlich mit einer Neigung des Blattes von 35° nach rechts gegenüber dem Rahmen, um die Schnittlinie besser sehen zu können. Dies empfehlen wir Anfängern jedoch nicht, weil das Halten der Säge in diesem Winkel eine gewisse Übung erfordert und die Hand stärker ermüdet. Es gibt allerdings auch Situationen, in denen diese Stellung der Säge für normales Arbeiten notwendig ist.
Es ist sehr wichtig, dass das Sägeblatt nicht verdreht ist, das heißt, dass das Sägeblatt auf beiden Seiten des Rahmens die gleiche „Neigung“ besitzt.
Anzeichnen des Schnitts
Wie bei jeder Arbeit gilt auch beim Schneiden die Regel: „Dreimal messen, damit man nur einmal schneidet!“ Nur Handwerker mit langer Erfahrung können es sich erlauben, die Anrisslinie genau auf das Maß zu ziehen und entlang dieser Linie zu schneiden. Richtiger ist es, wenn die Maßlinie etwas über dem tatsächlichen Maß liegt und neben der Markierung geschnitten wird, sodass die Anrisslinie auch nach dem Schneiden sichtbar bleibt. Vergessen wir nicht, den wegfallenden Teil zu markieren oder zu schraffieren, damit wir nach dem Drehen des Materials nicht versehentlich auf der Seite schneiden, die erhalten bleiben soll, denn dann erhalten wir ein kleineres Stück als beabsichtigt.
Zum Anzeichnen verwenden wir einen Stahl- oder Holzwinkel. Wir führen die Markierung so aus, dass wir das markierte Stück um 180° drehen und auch die gegenüberliegende Seite des Materials markieren. Auf diese Weise lässt sich jeder Fehler vermeiden, der durch unebene Flächen oder schiefes Halten des Materials entstehen könnte. Auch wenn die beiden Markierungen nicht parallel sind, wird sich zwischen ihnen die richtige Schnittrichtung abzeichnen.
Beginn und Führung des Schnitts
Bevor wir mit dem Schneiden beginnen, halten wir das Material mit der linken Hand links von der angezeichneten Schnittlinie. Dabei halten wir den linken Daumen schräg nach oben gebogen und legen das Sägeblatt an den angehobenen Daumen. Dann beginnen wir mit dem Sägen (Abbildung 3, Teil 1).
Der Daumenansatz sollte sich etwa 1,5 cm über der zu schneidenden Fläche befinden, damit die Sägezähne bei einem versehentlichen Abspringen des Blattes den Daumen nicht aufreißen. Für diese Arbeit ist etwas Übung nützlich, denn ein wiederholtes Springen der Säge kann selbst den geduldigsten Anfänger aus dem Takt bringen, während Ärger oder gar das Wegwerfen des Werkzeugs nicht zum Ziel führen. Beim ersten Ansägen sollte die Säge locker gehalten und der Schnitt durch Ziehen der Säge zum Körper hin begonnen werden.

Abbildung 3 — Schnittbeginn, Führung der Säge und Lage des eingespannten Materials.
Beim Schneiden sollten wir uns bemühen, die gesamte Länge der Säge zu nutzen und die Säge so zu halten, dass sie nicht nach links und rechts oder nach oben und unten schwankt (Abbildung 3, Teil 2). Das Sägeblatt sollte horizontal laufen. Wenn wir müde werden, nehmen wir die Säge heraus und ruhen uns aus, denn mit einer müden, ungeübten Hand wird der Schnitt ungenau; außerdem können wir einen Werkzeugbruch verursachen oder uns sogar verletzen. Das Brett sollte so eingespannt werden, dass es nicht aus dem Schraubstock herausragt, und es sollte gut festgespannt sein (Abbildung 3, Teil 3).
Abschluss der Arbeit und Pflege
Eine Säge mit geringerer Zahnschränkung verklemmt sich leicht in feuchtem Holz. In solchen Fällen sollte das Sägeblatt mit Fett oder Seife bestrichen werden. Der Schnitt sollte beim Annähern an das Maß kontrolliert werden, damit er nicht tiefer als gewünscht wird. Wenn ein Stück vollständig abgetrennt wird, sollten die letzten Sägezüge ganz locker und langsam ausgeführt werden, damit der untere Teil des Materials nicht ausreißt.
Ein guter Rat: Nach der Verwendung sollte das Sägeblatt mit Schutzfett bestrichen werden, damit es nicht rostet, und die Zähne sollten zum Rahmen hin gedreht werden.
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