Arten der Holzbearbeitung

Die Bearbeitung von Holz erfolgt hauptsächlich mit verschiedenen Holzbearbeitungsmaschinen. Handwerkzeuge für Tischlerarbeiten werden als Hilfswerkzeuge zum Zusammenbauen und Einpassen von Erzeugnissen in Nuten usw. verwendet. An Maschinen gibt es folgende Arten der Holzbearbeitung: Sägen, Schneiden, Fräsen, Stemmen, Bohren, Hobeln und Schleifen (Abbildung 1). Als Werkzeuge zum Sägen, Schneiden und Glätten werden Gattersägen, Kreis- und Punktsägen, Messer zum Schneiden und Schaben, Fräser, Bohrer, Ketten, Meißel und Schleifpapier eingesetzt.

Sechs mit a bis f gekennzeichnete technische Skizzen zeigen verschiedene Arten der Holzbearbeitung

Abbildung 1 — Arten der Holzbearbeitung: a — Sägen; b — Schneiden; c — Fräsen; d — Schleifen; e — Schaben; f — Schleifen.

Schneiden und ihre Winkel

Schneidwerkzeuge, die für die Holzbearbeitung eingesetzt werden, besitzen immer einen oder mehrere Keile. So haben beispielsweise die Zähne von Gatter-, Kreis- und Bandsägen, die Schneiden von Schabmessern, die Zähne von Fräsern usw. die Form scharfer Keile, die den Schnitt ausführen. Damit diese keilförmigen Schneiden Holz mit ausreichend hoher Produktivität schneiden und eine zufriedenstellende Bearbeitungsqualität erzielen können, müssen sie in einem bestimmten Winkel zur Holzfaser stehen und eine festgelegte Größe und Form haben.

An diesen für die Holzbearbeitung verwendeten Schneidwerkzeugen gibt es folgende Schneidenwinkel: den mit δ bezeichneten Schnittwinkel, den Schärfwinkel — β, den Spanwinkel — γ und den Freiwinkel — α. Die Summe aus Freiwinkel und Schärfwinkel ergibt stets den Winkel δ = α + β (Abbildung 2).

Technische Skizze einer keilförmigen Schneide im Holz mit den markierten Winkeln Alpha, Beta, Gamma und Delta

Abbildung 2 — Winkelelemente der Schneide.

Um eine hohe Oberflächengüte des Holzes zu erreichen und beim Schneiden möglichst wenig Arbeit aufzuwenden, müssen der günstigste Schnittwinkel, Schärfwinkel, Spanwinkel und Freiwinkel entsprechend der Holzart, ihrer Feuchtigkeit und der Schnittrichtung gewählt werden. Als kleinster Schärfwinkel gilt ein Winkel von 30°; der Winkel der Bewegungsrichtung des Messers oder Freiwinkel wird mit 10–15° angesetzt; der Schnittwinkel wird mit 45–74° angesetzt.

Schnittrichtung zur Faser

Nach der Schnittrichtung im Verhältnis zur Holzfaser gibt es drei Hauptfälle des Schneidens: Hirn-, Längs- und Querschneiden (Abbildung 3). Reines Längs-, Quer- und Hirnschneiden wird sehr selten ausgeführt, weil das Messer während der Arbeit stets in einem bestimmten Winkel zur Faser steht.

Drei technische Skizzen zeigen Hirn-, Längs- und Querschneiden von Holz

Abbildung 3 — Drei Hauptfälle des Holzschneidens: a — Hirnschneiden; b — Längsschneiden; c — Querschneiden.

Schärfen der Werkzeuge

Schneidwerkzeuge werden entweder auf besonderen Schärfvorrichtungen oder von Hand geschärft, wobei das Schneidwerkzeug nach dem Schärfen die ursprüngliche Form der Schneide und die entsprechenden Winkelelemente beibehalten muss.

Verwandte Themen: Bandsägen, Maschinen mit Kreissägen, Schnittholz aus Nadel- und Laubholz, Bauholz und Herstellung von Holzfenstern und -türen.