Wichtiger Hinweis: Dies ist ein historischer Archivtext und keine aktuelle Anleitung zum Spritzen, zur Geräteauswahl, zur Lüftung oder zum sicheren Arbeiten mit Farben und Lacken. Drücke, Geräte, Kabinen, Heizung, Materialien und Verfahren müssen anhand der geltenden Vorschriften, Sicherheitsdatenblätter, Herstellerdokumentation und Regeln zum Schutz vor Brand, Explosion und Chemikalienexposition überprüft werden.
Dieser Text ist kein Angebot von Kompressoren, Spritzpistolen, Kabinen oder Beschichtungsstoffen der Firma Savo Kusić. Das aktuelle Angebot konzentriert sich auf Fenster, Türen und zugehörige Lösungen.
Pneumatisches Sprühsystem
Farben und Lacke werden mit Druckluft gespritzt, die von einer aus Kompressor und Druckluftbehälter bestehenden Kompressorstation bereitgestellt wird. Die Druckluft aus dem Behälter gelangt in den Ölabscheider (Abb. 1), wo Wasserdampf und Öltröpfchen aus den Kompressorzylindern entfernt werden. Vom Ölabscheider gelangt die gereinigte Luft mit einem Druck von 2,5 bis 3 atm. zur Spritzpistole (Abb. 2) und zum Farbdruckbehälter, dessen Druck je nach Konsistenz der Farbe oder des Lacks mit 0,1 bis 1,5 atm. (Abb. 2) angegeben wird.

Abbildung 1: Längsschnitt des Ölabscheiders
Bild 2: Spritzpistole

Bild 3: Farbdruckbehälter
Spritzbilder und Kabinen
Das Spritzbild hängt von der Stellung der Luftkappe am Kopf der Spritzpistole ab. Eine horizontale Stellung der Luftkappe verengt den Strahl in der vertikalen Ebene (Abb. 4, a). Eine schräge (diagonale) Stellung erzeugt ein rundes Spritzbild (Abb. 4, b). Bei vertikaler Stellung entsteht ein schmaler Strahl wie in Abb. 4, c. Das Spritzbild wird entsprechend der Konstruktion des Produkts ausgewählt. Für große Flächen wird ein Flachstrahl verwendet; für Gitter beschreibt der Text einen konischen Strahl.

Abbildung 4: Stellungen der Luftkappe am Spritzpistolenkopf und zugehörige Spritzbilder
Das Spritzlackieren erfolgt in speziellen Kammern oder Kabinen (Abb. 5), die laut Text aus einer halbkreisförmigen Umhausung, einer drehbaren Plattform für das Produkt oder Element, einer Farb- oder Lackabscheidung und einer Lüftungseinrichtung bestehen. Für die Serienbeschichtung beschreibt der Text eine Förderlinie aus mehreren Kabinen oder Kammern, taktenden oder kontinuierlichen Fördermitteln sowie Rippenrohrheizungen zwischen den Kabinen und entlang der Förderlinie zur Erwärmung der Luft.

Bild 5: Spritzlackierkabine für kleinere Produkte
Handwerkzeug zum Beschichten
Zum Auftragen der Spachtelmasse werden Stahl- oder Holzspachtel verwendet (Abb. 6).

Bild 6: Spachtel
In den meisten Fällen werden Farben und Lacke mit Pinseln aufgetragen (Abb. 7).

Bild 7: Pinsel
Historischer Beschichtungsaufbau
Der Beschichtungsprozess eines Tischlereiprodukts wird durch seinen Zweck, die Nutzungsbedingungen, die Qualität des verwendeten Holzes und das Beschichtungsmaterial bestimmt. Bild 8 zeigt den Aufbau einer Nitrolackbeschichtung. Laut Text bilden Nitrofarben undurchsichtige Beschichtungen. Auch Ölfarben und Emaillelacke bilden deckende Beschichtungen, weshalb der dargestellte Aufbau als typisch für sie beschrieben wird.
Bei der Verarbeitung mit Öl- und Spirituslacken, Nitrolacken und Polituren sind laut Text weder örtliches noch vollflächiges Spachteln erforderlich; auch Polieren und das Auftragen eines Schlusslacks können entfallen.

Abbildung 8: Aufbau der Lackschicht