Wichtiger Hinweis: Dies ist ein historischer Archivtext und keine aktuelle Anleitung zum Spritzen, zur Geräteauswahl, zur Lüftung oder zum sicheren Arbeiten mit Farben und Lacken. Drücke, Geräte, Kabinen, Heizung, Materialien und Verfahren müssen anhand der geltenden Vorschriften, Sicherheitsdatenblätter, Herstellerdokumentation und Regeln zum Schutz vor Brand, Explosion und Chemikalienexposition überprüft werden.

Dieser Text ist kein Angebot von Kompressoren, Spritzpistolen, Kabinen oder Beschichtungsstoffen der Firma Savo Kusić. Das aktuelle Angebot konzentriert sich auf Fenster, Türen und zugehörige Lösungen.

Pneumatisches Sprühsystem

Farben und Lacke werden mit Druckluft gespritzt, die von einer aus Kompressor und Druckluftbehälter bestehenden Kompressorstation bereitgestellt wird. Die Druckluft aus dem Behälter gelangt in den Ölabscheider (Abb. 1), wo Wasserdampf und Öltröpfchen aus den Kompressorzylindern entfernt werden. Vom Ölabscheider gelangt die gereinigte Luft mit einem Druck von 2,5 bis 3 atm. zur Spritzpistole (Abb. 2) und zum Farbdruckbehälter, dessen Druck je nach Konsistenz der Farbe oder des Lacks mit 0,1 bis 1,5 atm. (Abb. 2) angegeben wird.

Historischer Abschnitt des Ölabscheiders, Archivmarke 20190928 144448 3

Abbildung 1: Längsschnitt des Ölabscheiders

Historische Spritzpistole, Archivtag 20190928 1444489 31 Bild 2: Spritzpistole

Historischer Farbdruckbehälter, Archivbezeichnung 20190928 1444488 31

Bild 3: Farbdruckbehälter

Spritzbilder und Kabinen

Das Spritzbild hängt von der Stellung der Luftkappe am Kopf der Spritzpistole ab. Eine horizontale Stellung der Luftkappe verengt den Strahl in der vertikalen Ebene (Abb. 4, a). Eine schräge (diagonale) Stellung erzeugt ein rundes Spritzbild (Abb. 4, b). Bei vertikaler Stellung entsteht ein schmaler Strahl wie in Abb. 4, c. Das Spritzbild wird entsprechend der Konstruktion des Produkts ausgewählt. Für große Flächen wird ein Flachstrahl verwendet; für Gitter beschreibt der Text einen konischen Strahl.

Historische Anzeige der Sprühposition und Strahlform, Archivtag 20190928 144448 32

Abbildung 4: Stellungen der Luftkappe am Spritzpistolenkopf und zugehörige Spritzbilder

Das Spritzlackieren erfolgt in speziellen Kammern oder Kabinen (Abb. 5), die laut Text aus einer halbkreisförmigen Umhausung, einer drehbaren Plattform für das Produkt oder Element, einer Farb- oder Lackabscheidung und einer Lüftungseinrichtung bestehen. Für die Serienbeschichtung beschreibt der Text eine Förderlinie aus mehreren Kabinen oder Kammern, taktenden oder kontinuierlichen Fördermitteln sowie Rippenrohrheizungen zwischen den Kabinen und entlang der Förderlinie zur Erwärmung der Luft.

Historische Sprühlackierkabine, Archiv-Tag 20190928 144448 33

Bild 5: Spritzlackierkabine für kleinere Produkte

Handwerkzeug zum Beschichten

Zum Auftragen der Spachtelmasse werden Stahl- oder Holzspachtel verwendet (Abb. 6). 

Historische Spachtel, Archivbezeichnung 20190928 144448 34

Bild 6: Spachtel

In den meisten Fällen werden Farben und Lacke mit Pinseln aufgetragen (Abb. 7).

Historische Malerpinsel, Archivbezeichnung 20190928 144448 35

Bild 7:  Pinsel

Historischer Beschichtungsaufbau

Der Beschichtungsprozess eines Tischlereiprodukts wird durch seinen Zweck, die Nutzungsbedingungen, die Qualität des verwendeten Holzes und das Beschichtungsmaterial bestimmt. Bild 8 zeigt den Aufbau einer Nitrolackbeschichtung. Laut Text bilden Nitrofarben undurchsichtige Beschichtungen. Auch Ölfarben und Emaillelacke bilden deckende Beschichtungen, weshalb der dargestellte Aufbau als typisch für sie beschrieben wird.

Bei der Verarbeitung mit Öl- und Spirituslacken, Nitrolacken und Polituren sind laut Text weder örtliches noch vollflächiges Spachteln erforderlich; auch Polieren und das Auftragen eines Schlusslacks können entfallen.

Historische Ansicht des Beschichtungsaufbaus, Archivtag 20190928 144448 36

Abbildung 8: Aufbau der Lackschicht