Sicherheitshinweis: Dies ist ein didaktischer Archivtext aus dem Jahr 2017 und keine Anleitung zur eigenständigen Ausführung von Elektroinstallationsarbeiten. Elektroinstallationen und Reparaturen sind einer qualifizierten Elektrofachkraft zu überlassen, unter Beachtung der geltenden Vorschriften und des Zustands der jeweiligen Anlage.
Warum elektrischer Strom besondere Vorsicht erfordert
Wenn wir mit dem Flugzeug reisen, sind wir sehr aufgeregt; beim Überqueren einer Straße sind wir sehr vorsichtig; und in tiefem Wasser schwimmen wir richtiger. Dennoch sind wir beim Umgang mit elektrischem Strom, der viel gefährlicher ist als all dies, häufig unvorsichtig. Diese Unvorsichtigkeit rührt wahrscheinlich daher, dass elektrischer Strom zu unserem alltäglichen Begleiter geworden ist und wir uns ein Leben ohne ihn kaum vorstellen können.
Elektrischer Strom ist jedoch lebensgefährlich, und wir müssen bei Arbeiten in seiner Nähe besonders vorsichtig sein. Bereits sogenannte Niederspannungsnetze (110–220–380 V) sind lebensgefährlich, ganz zu schweigen von den Spannungen der Hochspannungsleitungen mit mehreren Zehntausend Volt. An besonders gefährlichen Orten werden Spannungen von 42 V verwendet, doch auch diese Spannung kann einen elektrischen Schlag verursachen, während Spannungen über 50 V ihn mit Sicherheit verursachen. Elektrische Schläge durch batteriebetriebene Geräte mit sogenannten Kleinspannungen sind weniger gefährlich. Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten, weil einige dieser Geräte — beispielsweise eine Leuchte zur Beleuchtung eines Zeltes — eine transformierte, lebensgefährliche Hochspannung enthalten können.
Spannung, Stromstärke und Leistung
Aus dem Vorstehenden könnte man schließen, dass die Lebensgefahr bei elektrischem Strom ausschließlich von der Spannung abhängt. Neben der Spannung hat jedoch auch die Stromstärke, angegeben in Ampere (Zeichen A), einen erheblichen Einfluss. Das Produkt dieser beiden Größen ergibt die elektrische Leistung, angegeben in Watt (Zeichen W). Die Spannung in Volt (Zeichen V) ist auf jeder Glühlampe und jedem elektrischen Gerät angegeben. Die Angabe der Stromstärke in Ampere (A) begegnet uns seltener. Sie ist gewöhnlich auf Sicherungen angegeben und bedeutet, dass beim Überschreiten ihres Werts der Sicherungsdraht schmilzt und die Stromzufuhr automatisch unterbricht. Die Leistungsangabe in Watt findet sich häufiger: Sie steht auf elektrischen Geräten und gibt an, wie viel Leistung das Gerät „aufnimmt“, also wie viele Watt es hat.
Sind zwei dieser drei Werte bekannt, lässt sich der dritte leicht mit der einfachen Formel V × A = W berechnen. Daraus folgen A = W / V oder V = W / A.
Die Spannung in Volt (V) lässt sich mit dem Druck im Wasserversorgungsnetz vergleichen, die Stromstärke in Ampere (A) mit der Wassermenge, die in einer Sekunde aus dem Netz austritt. Diese hängt vom Netzdruck und vom Durchflussvermögen des Wasserhahns ab. Das Durchflussvermögen wird durch den Teil des Netzes und der Verbindungen bestimmt, der den kleinsten Durchfluss und den größten Widerstand hat. Die Leistung in Watt lässt sich mit der Energie des aus dem Hahn austretenden Wassers und seiner Fähigkeit vergleichen, Arbeit zu verrichten, beispielsweise ein Wasserrad anzutreiben (Abbildung 1).

Vergleich von Spannung, Stromstärke und Leistung mit Wasserdruck, Durchfluss und Wirkung.
Ein Beispiel: Eine Herdplatte mit 220 V und einer Leistung von einem Kilowatt (1.000 Watt) arbeitet mit einer Stromstärke von 1.000 / 220 = 4,5 Ampere.
Ist das Netz mit einer 6-Ampere-Sicherung geschützt, schmilzt die Sicherung beim Einschalten eines weiteren Verbrauchers mit 500 Watt, beispielsweise eines Bügeleisens, und die Stromversorgung fällt aus.
Schmelzsicherungen und Überlastschutz
Da von Sicherungen die Rede ist, bietet sich die Gelegenheit, sie näher kennenzulernen. Sicherungen schützen Haushaltsgeräte, die übrigen Netzinstallationen einer Wohnung und die Leitungen in den Wänden vor Überlastung und den Folgen von Kurzschlüssen und bieten Schutz vor Berührungsspannung.
Eine Überlastung kann entstehen, wenn das bestehende Netz einer Wohnung durch neue Haushaltsgeräte belastet und diese gleichzeitig betrieben werden. Sie kann aber auch auftreten, wenn beispielsweise in einer Waschmaschine, deren Belastung das Netz unter normalen Umständen verträgt, Wäsche blockiert und der Motor stehen bleibt. In solchen Fällen „zieht“ der Motor ein Mehrfaches seines Nennstroms aus dem Netz. Häufig entsteht eine Überlastung auch dadurch, dass alle Kochplatten und sogar der Backofen eines Elektroherds gleichzeitig benutzt werden, was das vorhandene Netz ebenfalls nicht verkraften kann. Ein „Kurzschluss“ ist dagegen völlig anderer Art. Er tritt gewöhnlich auf, wenn eine metallische Verbindung zwischen Leitern mit unterschiedlichen Spannungen entsteht, meist infolge eines Isolationsfehlers — beispielsweise wenn ein heißes Bügeleisen versehentlich die Isolierung seiner Anschlussleitung berührt.
Das Funktionsprinzip einer Schmelzsicherung ist folgendes: In den zu schützenden Stromkreis wird ein Leiter eingesetzt, dessen Querschnitt nur die zulässige Stromstärke hindurchlässt und der unter der konzentrierten Wärme eines stärkeren Stroms schmilzt. Sicherungen werden verwendet, damit dieser Schutzleiter leicht und gefahrlos ausgetauscht und einfach in das Netz eingeschaltet werden kann. Eine Sicherung besteht aus vier Teilen: Sockel, Passeinsatz, Schraubkappe und Schmelzeinsatz (Abbildung 2).

Teile einer Schmelzsicherung.
Sockel und Schraubkappe bedürfen keiner Erklärung. Der Passeinsatz besteht aus Porzellan oder Kunststoff und liegt im montierten Zustand am unteren Teil des Sockels an. Die Öffnung in seiner Mitte gewährleistet, dass der Stromkreis nur durch einen Schmelzeinsatz geschlossen wird, der durch diese Öffnung passt. Die obere Fläche des Passeinsatzes ist farbig; diese Farbe sollte mit der Farbe der Scheibe am Schmelzeinsatz übereinstimmen. Ein Einsatz anderer Farbe darf ebenfalls verwendet werden, sofern die Öffnung des Passeinsatzes seinen Einbau nicht verhindert — also wenn der Einsatz bei einer geringeren Stromstärke schmilzt. Die Farben und die zugehörigen Stromstärken sind in der Tabelle angegeben.
Schmelzeinsätze können flink oder träge sein: Bei gleicher Überlastung schmilzt der erste schnell, der zweite langsamer. Die Schmelzzeit hängt von der Höhe der Überlastung ab; bei einem Kurzschluss brennen jedoch beide Arten von Schmelzsicherungen in einem Bruchteil einer Sekunde durch.
Der Schmelzdraht im Einsatz liegt in Quarzsand, damit er nicht infolge von Erschütterungen reißt. Wichtig ist zu wissen, dass der Strom in einer Wohnung am sichersten durch vorsichtiges Herausschrauben der Sicherung abgeschaltet wird. Die Typenbezeichnung der für Haushaltsstrom verwendeten Schmelzsicherungen lautet DZ II (Diazed, mit normalem Anschlussgewinde).
Kennfarben der Schmelzeinsätze DZ II
| Nennstrom, A | Farbe |
|---|---|
| 2 | rosa |
| 4 | braun |
| 6 | grün |
| 10 | rot |
| 15 | grau |
| 20 | blau |
| 25 | gelb |
Schutzklassen, Schutzleiter und Steckdosen
Neben Sicherungen gibt es weitere Lösungen und Einrichtungen zum Schutz von Personen, die mit Strom arbeiten. Eine solche Lösung ist die doppelte Isolierung bei hochwertigeren elektrischen Haushaltswerkzeugen. Derart geschützte Maschinen müssen nicht geerdet werden und besitzen keine besonderen Klemmen für Schutzleiter; es genügt, den Stecker einfach in die Steckdose zu stecken. Das Zeichen der doppelten Isolierung, das zur Schutzklasse II gehört, besteht aus einem größeren Quadrat mit einem kleineren Quadrat darin. Geräte der Klasse O besitzen keinen Schutz, Geräte der Klasse I müssen schutzgeerdet werden, und zur Klasse III gehören Geräte mit Kleinspannung.
In einem Schutzleitersystem gibt es im Netz einen besonderen dritten Leiter, der über einen Schutzkontaktstecker mit dem dritten Leiter im Gerät verbunden wird. Entsteht im Gerät ein Kurzschluss, fließt der Strom auch durch diesen dritten Schutzleiter. Am Stromzähler angekommen, löst er den Automaten aus oder schaltet den kleinen Sicherungsautomaten ab. Dabei handelt es sich um eine kleine automatische Einrichtung anstelle des Zählerautomaten mit Schließzunge, die bei einem Kurzschluss innerhalb von 5 Sekunden die Stromversorgung abschaltet. Ist der Fehler behoben, kann sie durch Drücken der größeren, dunklen, quadratischen Taste wieder eingeschaltet werden.
Es ist sehr wichtig, Geräte mit Berührungsschutz an ein Netz anzuschließen, das ebenfalls einen dritten Schutzleiter besitzt. Dies wird durch eine besondere Form des Schutzkontaktsteckers gewährleistet, die das Anschließen an eine ungeeignete Steckdose verhindert. Stecker und Steckdosen mit Berührungsschutz sind leicht an den eingebauten Metallschienen parallel zu den Stiften zu erkennen (Abbildung 3).

Schutzzeichen und unterschiedliche Stecker- und Steckdosentypen.
Ein häufiger und lebensgefährlicher Fehler besteht darin, das Kabel eines Geräts so zu verlängern, dass ein Ende gegen Berührung geschützt ist, das andere Ende mit dem Netzstecker jedoch nicht. Eine solche Verlängerungsleitung kann sowohl an ein Netz mit Berührungsschutz als auch an ein Netz ohne diesen Schutz angeschlossen werden. Am anderen Ende kann das Kabel eines berührungsgeschützten Geräts angeschlossen werden. Der Benutzer glaubt dann, gegen Berührung geschützt zu sein, obwohl dies tatsächlich nicht der Fall ist. Daher sollte eine Verlängerungsleitung an beiden Enden gegen Berührung geschützt oder an beiden Enden ungeschützt sein. Noch ein Hinweis zu Verlängerungsleitungen: Es empfiehlt sich, ihre Teile während der Benutzung so miteinander zu befestigen, dass sie später wieder getrennt werden können, beispielsweise mit einem Gummiband. Sie dürfen nicht auf den Boden gelegt werden, sondern auf einen Tisch oder Stuhl oder an eine Tür gehängt werden, damit sie nicht mit Wasser in Berührung kommen.
Farben der Leiterisolierung
Die Kenntnis der Leiterfarben ist wichtig, weil die Farbkennzeichnungen geändert wurden und sowohl neue als auch alte Kennzeichnungen vorkommen können. Bei den neuen wie den alten Kennzeichnungen für Einphasen- und Dreiphasenstrom ist der Außenleiter schwarz. Der Leiter für die Nullung war früher grau und ist heute blau. Der dritte Leiter für den Berührungsschutz war früher rot und ist heute grün-gelb mit Längsstreifen.
Planung der Installation und Verlegung von Kabeln
Die Montage einer Elektroinstallation ist keine Arbeit für einen unqualifizierten Alleskönner, insbesondere nicht bei einem Netz mit Nieder- statt Kleinspannung. Elektroinstallationsarbeiten sollten ausschließlich qualifizierten Fachleuten anvertraut werden, selbst wenn für eine Arbeit von wenigen Minuten eine beträchtliche Summe ausgegeben werden muss. Dies gilt auch für Installationen in Neubauten und Wohnungen, obwohl dort mutiger gearbeitet werden kann, solange der Strom noch nicht eingeschaltet ist. Auch hier dürfen wir nur „mechanische“ Arbeiten übernehmen und sollten Folgendes beachten:
- Je m² zu beleuchtender Fläche sind ungefähr 10 Watt anzusetzen.
- Es ist ratsam, eine blendgeschützte Beleuchtung vorzusehen. Obwohl die Beleuchtungsstärke dadurch wegen Streuung und Brechung des Lichts geringer ist, schützt das abgeschirmte Licht auch die Augen.
- Über oder neben festen Arbeitsplätzen und Arbeitsbereichen, etwa einem Küchentisch, Herd, Schreibtisch oder Badezimmerspiegel, sollte eine eigene Leuchte vorgesehen werden.
- Lichtschalter sollten an gut zugänglichen Stellen unter Berücksichtigung ästhetischer Anforderungen angebracht werden oder mindestens 1,2 m von Wasserleitungen und anderen Installationen entfernt sein. In Räumen mit feuchter Luft und Dampf, etwa Waschräumen und Badezimmern, sollte auf Lichtschalter verzichtet werden.
- Schalter und Stecker müssen den technischen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Schalter sollten zweipolig sein, und Stecker sollten für Kinder schwer erreichbar oder „geschützt“ sein.
- Bei Arbeitstischen ist darauf zu achten, dass das Licht von links kommt. Es sollten so viele Steckdosen vorgesehen werden, dass Haushaltsgeräte und tragbare Lichtquellen ohne Verlängerungsleitungen benutzt werden können. Bögen, die von den Steckdosenpositionen mit dem Radius der Kabellänge gezogen werden, sollten den gesamten Raum erfassen.
- Eine elektrische Klingel sollte über einen Kleinspannungstransformator betrieben und vollständig von der Niederspannungsleitung getrennt sein.
- Kabel dürfen nur von einer befugten Elektrofachkraft unter weitestgehender Beachtung der technischen und sicherheitsbezogenen Vorschriften verlegt werden.
- Ein guter Erbauer eines Familienhauses lässt bereits beim Bau Platz für größere Schlitze, Öffnungen und ähnliche Bereiche, in denen Kabel und andere Elektroinstallationen untergebracht werden. Dadurch wird der spätere Stemmarbeitsaufwand verringert (Abbildung 4).

Beispiel für die Lage von Kabeln und Installationen in einer Wand.
Beim Verputzen sollte ähnlich vorgegangen werden. An den Stellen, an denen Kabel verlegt werden sollen, sind Leisten mit rautenförmigem Querschnitt und einer Breite von 1,5–3,0 cm so einzusetzen, dass ihre breitere Seite nach außen zeigt. Vor Beginn der Installationsarbeiten werden diese Leisten entfernt; an ihrer Stelle werden Schutzrohre und Leitungen ohne Aufstemmen des Putzes verlegt.
Wenn wir beim Stemmen helfen, müssen Schutzbrille und gegebenenfalls Fingerschutz verwendet werden. Es empfiehlt sich, mit mehreren kleineren Schlägen zu arbeiten. Darauf ist zu achten, neue Wände nicht unnötig aufzustemmen; Lage und Größe der benötigten Öffnung sollten vorher genau markiert werden.
In trockenen Gebäuden eignen sich Papier-Schutzrohre am besten. Sie sind zwar etwas teurer, doch Leitungen lassen sich darin leicht austauschen und reparieren. Kürzere, aber intakte gebrauchte Rohre können nach der Reinigung für kurze Abschnitte wiederverwendet werden. In neuerer Zeit werden Leitungen mit doppelter PVC-Isolierung direkt unter dem Putz verlegt. Diese Lösung ist billiger, aber unpraktischer, weil zur Suche nach einem möglichen Fehler der Putz entfernt werden muss. Nach Möglichkeit sollten bereits verwendete Leitungen nicht erneut benutzt werden, weil verborgene innere Unterbrechungen nur sehr schwer festzustellen sind. Gebrauchte Isolierstoffe oder Ummantelungen entsprechen gewöhnlich nicht dem Standard oder sind gealtert; ihre Verwendung kann daher lebensgefährlich sein — die Wand kann „Strom führen“ — insbesondere in feuchten Räumen.
Die größte Aufmerksamkeit ist der Aufstellung und Montage von Haushaltsgeräten zu widmen. Wir müssen persönlich nachfragen und prüfen, ob das Gerät einen Erdungsanschluss besitzt und, falls ja, wo dieser anzuschließen ist und welche Sicherheitsmaßnahmen dafür vorgeschrieben sind, etwa der Einbau eines Druckminderventils bei einem Warmwasserbereiter. Koch- und Heizgeräte, Kühlschränke und ähnliche Geräte sollten an leicht zugänglichen Stellen und in geeigneter Höhe aufgestellt werden; ihre Umgebung ist gegen Brand zu schützen.
Arten und Verfahren des Schutzes von Haushaltsgeräten und Verbrauchern gegen zufälliges Berühren, abhängig von der Aufstellungsumgebung, sind in den geltenden technischen Vorschriften für die Ausführung elektrischer Energieanlagen in Gebäuden festgelegt, darunter doppelte Isolierung und Schutzleiter.
Archivbeschreibung eines Hausanschlusses
Der Gebäudeeigentümer kann auch bei der Herstellung des Hausanschlusses helfen, indem er dessen Befestigung über Dachträger oder über in die Wand eingelassene Stützisolatoren unterstützt. Dabei ist zu wissen, dass ohne Mast höchstens eine Entfernung von 25 m überbrückt werden kann. Ist die Entfernung größer, müssen ein oder mehrere Masten aufgestellt werden. Die Höhe einer Freileitung muss mindestens 3 m betragen; fahren darunter Fahrzeuge hindurch, mindestens 5 m (Abbildung 5).

Höhe und Spannweite einer Freileitung.
Die Höhe des Hausanschlusses über dem Dachträger muss mindestens 100 cm betragen, bei einem Flachdach 200 cm. Das Rohr muss an mindestens zwei Stellen mit einem Stahlseil am Dachträger befestigt werden; günstig ist eine Verzinkung.
Am Übergang zwischen Rohr und Dachträger wird das Abschlussblech durch Löten und Kitt so am Rohr befestigt, dass seine obere Seite unter und seine untere Seite über dem Dachziegel liegt. So wird ein Eindringen von Regenwasser verhindert. Der Hausanschluss kann auch an einer Seitenwand des Gebäudes angebracht werden. In diesem Fall müssen die Befestigungsschellen mindestens 100 cm voneinander entfernt sein. Zwischen dem unteren Rohrende und dem Einführungskrümmer wird ein Blei- oder PVC-Rohr bogenförmig eingesetzt; der untere Rohrabschnitt wird zur Ableitung möglicherweise eingedrungenen Wassers angebohrt. Ist das Gebäude höher als 5 m, kann der Hausanschluss auch über die erforderlichen, in die Wand eingelassenen Isolatoren ausgeführt werden. Der Abstand zwischen den Isolatoren und der Dachrinne muss mindestens 50 cm betragen. Der Einführungskrümmer ist rechts vom Isolator anzubringen (Abbildung 6). In Wohnungen werden Leitungen am besten in Bergmannrohren verlegt (Abbildung 7).

Hausanschluss über einen Dachträger und an einer Seitenwand.

Beispiele für die Führung einer Installation durch Bergmannrohre.
Archivbeschreibung zum Verbinden und Isolieren von Leitern
Elektrische Leiter sind so miteinander zu verbinden, dass der Stromkreis einwandfrei hergestellt wird. Beim Verbinden isolierter Leiter ist besonders darauf zu achten, dass die Isolierung einwandfrei bleibt.
Die Leiterenden werden am besten verlötet. Für eine solche Verbindung wird an beiden Leitern auf einer Länge von 20–25 mm die Isolierung entfernt; anschließend werden die Leiterenden mit Schleifpapier gereinigt oder mit einem Messer abgeschabt. Die gereinigten Enden werden zusammengelegt, mehrfach verdrillt und danach verlötet. Nach dem Löten muss die Verbindung sorgfältig isoliert werden.
Das Umwickeln mit Isolierband beginnt auf dem isolierten Teil des Leiters, wird über den gelöteten Bereich fortgesetzt und endet wieder auf dem isolierten Teil. Am besten werden zwei Isolierschichten übereinander auf die Verbindung gelegt (Abbildung 8).

Dargestellte Schritte zum Verbinden und Isolieren von Leitern.
Die Leiterenden können auch ohne Bruch verbunden werden. Dazu werden die Enden beider Leiter auf einer Länge von 30–35 mm abisoliert, die gereinigten Abschnitte in der Mitte gebogen und fest umeinander gewickelt. Anschließend wird sorgfältig isoliert. Bei sorgfältiger Arbeit können auch Stecker und Schalter solcher Geräte montiert werden, deren Anschlüsse durch Trennung vom Netz spannungsfrei gemacht werden können. Montage und Aussehen der gebräuchlichsten Stecker sind in den Abbildungen dargestellt.
Im nachfolgenden Video ist außerdem eine gute Methode zum Verbinden von Drähten zu sehen.
Ein einfacher Stecker ist als Hülse mit Stiften ausgeführt: 1. Leitung, 2. Adern, 3. Bananenstifte, 4. Klemmschrauben. Wichtig ist, die Adern nur auf der erforderlichen Länge abzuisolieren und dabei den Metallleiter nicht einzuschneiden oder zu brechen; die Schrauben müssen die Adern fest klemmen, die Hülsen müssen ebenfalls fest in ihren Sitzen liegen, und schließlich muss die Schraube zum Verbinden der beiden Hälften den Stecker ohne Spiel zusammenziehen (Abbildungen 9 und 10).

Montage eines einfachen Steckers.

Teile und Anschlussstellen eines Steckers.
Die gereinigten Enden von Leitern in Steckern, die höhere Belastungen aushalten, sollten leicht verzinnt werden, damit sie bei der Montage fester sind. Das Leiterende ist in Form einer Öse und in Drehrichtung der Schraube zu biegen, damit es sich beim Festziehen nicht öffnet. Gelockerte Steckerkontakte lassen sich mit einem in die Nut gesetzten Schraubendreher und einer Zange erweitern: 1. Leiter, 2. Kontakte, 3. Verzinnen, 4. Biegen des Endes, 5. Öse (Abbildung 11).

Vorbereitung von Leitern und Kontakten eines Steckers.
Bei einem Stecker mit Schutz gegen zufälliges Berühren werden zuerst die Außenleiteradern und danach die grün-gelbe Ader in der Mitte befestigt (Abbildung 10). Bei Kabeln mit abgenutzter Textilisolierung empfiehlt es sich, den Mantel abzubinden (oberer Teil von Abbildung 12).

Steckerverbindungen und schematische Darstellung einer Leuchtstofflampe.
Leuchtstofflampen
Eine häufige Elektroinstallationsarbeit ist die Montage von Leuchtstofflampen, obwohl sie wegen ihrer bekannten Nachteile nicht mehr so geschätzt werden. Ihr Vorteil besteht neben dem geringen Stromverbrauch darin, dass sie sich mit wenig Aufwand in einer Wohnung anbringen lassen. Neben der Lampe werden eine innen hohle Montageplatte, ein Paar Fassungen mit Starter, Vorschaltgerät und Kondensator benötigt.
Zunächst wird aus Sperrholz oder einer dünnen weichen Platte eine Montageplatte hergestellt, die 5–6 cm länger als die Lampe ist. Im Inneren der Platte wird ein 6–7 cm großer Hohlraum für Vorschaltgerät und Kondensator vorgesehen. Danach wird eine Fassung mit Schrauben an der Platte befestigt, die Lampe eingesetzt und die zweite Fassung befestigt. Der Starter wird neben einer Fassung angeordnet, Vorschaltgerät und Kondensator im Hohlraum der Platte (unterer Teil von Abbildung 12).
Nun kann die Lampe verdrahtet werden. Zuerst wird ein rot gekennzeichneter Leiter des Vorschaltgeräts verlängert und mit einem Anschluss der Lampe verbunden. An den zweiten Anschluss der Fassung kommt ein kürzerer Leiter, dessen anderes Ende mit einem Anschluss der Starterfassung verbunden wird. Dies ist nur erforderlich, wenn Starter und Fassung nicht bereits verbunden sind. Danach wird ein längerer Leiter mit dem zweiten Anschluss der Starterfassung und sein freies Ende mit der zweiten Lampenfassung verbunden. An deren zweiten Anschluss kommt ebenfalls ein Leiter, dessen anderes Ende mit dem zweiten freien roten Ende des Vorschaltgeräts verbunden wird. Schließlich werden die Netzleiter mit den weiß gekennzeichneten Enden des Vorschaltgeräts verbunden, wobei zuvor durch kurzen Kontakt geprüft wird, ob die Lampe funktioniert. Zum Schluss werden die Kondensatorenden mit den weiß gekennzeichneten Enden des Vorschaltgeräts verbunden. Wichtig ist zu wissen, dass Leuchtstofflampen nur aus einem Wechselstromnetz gespeist und möglichst selten ein- und ausgeschaltet werden sollten.
Die wichtigsten Regeln aus dem Ausgangstext
- Nur an einem Gerät arbeiten, das nicht unter Spannung steht, also dessen Stecker gezogen ist. Warten, bis das Gerät abgekühlt und die Kondensatoren entladen sind. Wird an einem fest mit dem Netz verbundenen Teil gearbeitet, etwa einem Schalter, den Stromzähler abschalten und die Sicherungen herausnehmen. Keine der beiden Maßnahmen bietet allein hundertprozentige Sicherheit.
- Eine Sicherung darf niemals mit einem dickeren Draht verbunden oder „überbrückt“ werden.
- Nur mit einwandfreiem Elektroinstallationswerkzeug arbeiten, dessen isolierte Griffe unbeschädigt sind.
- Nicht mit feuchten Händen arbeiten; deshalb stets ein trockenes Tuch zum Abtrocknen bereithalten.
- Immer eine Verlängerungsleitung verwenden, die an beiden Enden gegen zufälliges Berühren geschützt ist.
- Beim Kauf elektrischer Geräte solchen mit ordnungsgemäßer Anleitung den Vorzug geben.
- Niemals Wasserleitungen, Rohre der Zentralheizung oder Heizkörper berühren, während ein elektrisches Gerät in der Hand gehalten wird.
- Bei Arbeiten mit elektrischen Geräten in Räumen mit feuchter Luft besonders vorsichtig sein. Im Badezimmer oder in der Badewanne keine elektrischen Schalter, Leitungen oder Ähnliches berühren. Schleuder und Waschmaschine nur im ausgeschalteten Zustand befüllen oder leeren. Beim Waschen und Bügeln eine Gummimatte auf dem Boden verwenden. Elektrische Kochgeräte und Kaffeemaschinen nur befüllen oder leeren, nachdem der Stecker aus der Steckdose gezogen wurde.
- Nur Leiter mit geeignetem Querschnitt verwenden. Stecker nicht am Kabel aus der Steckdose ziehen. Isolierung nur auf der unbedingt erforderlichen Länge entfernen, ausschließlich einwandfreies Isolierband verwenden und das aufgewickelte Band zusätzlich mit Faden abbinden und sichern.
- Neben dem Stromzähler stets Taschenlampe, Prüflampe, Sicherungen und einen Phasenprüfer bereithalten.
- Beim geringsten Zweifel oder bei Unsicherheit das Gerät ausschalten, die Reparatur abbrechen und die weitere Arbeit einer Fachkraft überlassen.
- Vor dem Anschluss eines reparierten Geräts an das Netz dieses mit einer batteriebetriebenen Kleinspannungs-Prüflampe kontrollieren.
- Bei einem Stromunfall zuerst den Strom abschalten, also Stecker ziehen oder Sicherung herausnehmen, und danach der verletzten Person helfen.
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