Historischer Bauinhalt: Der Text bewahrt eine historische Beschreibung von Dach- und Fassadendetails und damaligen Reparaturverfahren. Er ist weder Planung noch Bewertung eines bestehenden Gebäudes, moderne technische Anleitung oder Einladung zum selbstständigen Arbeiten in der Höhe. Der Zustand von Dach, Wand, Blechanschlüssen, Dachrinnen, Putz, Bewehrung und Verbindungen muss von einer Fachperson geprüft werden. Arbeiten auf dem Dach erfordern einen Absturzsicherungsplan, einen geeigneten Zugang, passende Witterungsbedingungen und einen geschulten Auftragnehmer; allein das Anbinden mit einem Seil reicht nicht aus.

Heute konzentriert sich Savo Kusić auf Holzfenster, Holz-Aluminium-Fenster, kundenspezifische Fenster, Türen und Angebotsanfragen. Dieser Artikel bleibt ein historisches Archiv und stellt kein Angebot für die Ausführung von Dach-, Fassaden- oder Blecharbeiten dar.

Die Aufgabe des Dachüberstands besteht darin, die Seiten der Wände vor Wasser und Sonne zu schützen und Passanten Schutz zu bieten. Im Ausgangstext als Atule bezeichnete Fassadengesimse werden vor allem als dekorative Elemente beschrieben; unterhalb von Fenstern erfüllen sie eine ähnliche Funktion wie ein Dachüberstand.

Historische Attika-Lösung

Vor einigen Jahrzehnten waren Fassaden mit Attiken beliebt (Bild 1, Teil 1). Am Übergang von Dach und Wänden wird die Wand über die Dachfläche hochgeführt; Niederschlag sammelt sich in der Rinne zwischen Attika und Dach. Die Oberseite und manchmal auch die Außenseite der Attika sind mit verzinktem Blech verkleidet. Der Ausgangstext beschreibt diese Lösung wegen mehrerer Nachteile als überholt.

Als Nachteil wird angeführt, dass die Dachrinne nicht immer eine große Wassermenge ableiten kann, sodass angesammeltes Wasser unter den Dachziegeln in den Dachraum gelangen kann. Ist die Blechabdeckung beschädigt, wird die Attika nass und die Reparatur kann langwierig sein. Der Zugang zur Dachrinne ist schwierig, weil die Schadstelle mit einer gewöhnlichen Leiter nicht erreicht werden kann.

Der historische Ablauf im Text beginnt mit dem Reinigen der Dachrinne, dem Auffinden und Beheben des Fehlers sowie der Prüfung von Wand und Putz unter dem entfernten Schutzblech. Reicht der Schaden unter die Dacheindeckung, wird auch deren örtliche Entfernung beschrieben.

Haus mit betonter Traufe, Dachrinnen und dekorativen Fassadenprofilen

Ein Beispiel für ein Dach mit Traufen und Dachrinnen.

Arbeiten am Dach und an den Dachrinnen: Das Reinigen, Öffnen der Abdeckung und Reparieren der Dacheindeckung kann zu einem Sturz, einem kaputten Dachelement, Wassereintritt oder versteckten Schäden an der Struktur führen. Fachkundige Inspektion, sicherer Zugang und ein komplettes Absturzsicherungssystem, das zur Anlage und zum Auftrag passt, sind erforderlich.

Einfache Traufe

Die einfachsten Traufen im Originaltext entstehen durch Verlängerung der Sparren, die auf dem Gesims der Seitenwände aufliegen; der Teil über der Wand bildet die Traufe (Bild 1, Teil 2).

Auf die unteren Teile der Sparren werden Bretter gelegt, die die Decke der Traufe bilden, und dann die letzte Schicht. Auch die Oberkanten der Balken sind mit Brettern verkleidet, an denen die Dachrinnenhalter befestigt werden (Bild 1, Teil 3). Häufige Probleme sind das Verrotten von Fassadenplatten und Schäden am Unterputz.

Der historische Text beschreibt das erneute Verputzen des gereinigten und benetzten Teils sowie das Entfernen beschädigter Bretter, das Zuschneiden neuer, das Nageln und das erneute Verputzen. Moderne Reparaturen müssen jedoch damit beginnen, die Ursache der Feuchtigkeit zu ermitteln und das Holz, die Fugen, die Belüftung, die Dachrinnen und mögliche biologische Schäden zu untersuchen.

Historische technische Zeichnung von Dachboden, Traufen, Dachrinnen, Sparren und Ausbaudetails

Bild 1 — historische Schnitte einer Attika und mehrerer Dachüberstandslösungen.

Historische technische Zeichnung der Schablone, Bewehrung und Blechverkleidung der Atula

Bild 2 — historische Darstellung von Formgebung, Untergrund und Blechabdeckung eines Fassadengesimses.

Verrottetes Holz und beschädigter Putz: Der Austausch des sichtbaren Teils reicht nicht aus, bis die Wasserquelle gefunden ist. Vor dem Entfernen des Materials sollte geprüft werden, ob das Teil eine tragende Funktion hat, ob gefährliche Fasern oder Beschichtungen vorhanden sind und wie die freiliegende Baugruppe vorübergehend vor Regen geschützt wird.

Verlängerte Dachüberstände mit geringerer Neigung

Die Lösung der Traufe kann dadurch gelöst werden, dass die Sparren vollständig auf dem Gesims aufliegen und sie dann mit stärkeren Brettern verlängert werden, die zu den Sparren des Vordachs werden. Im Originaltext heißt es, dass die Reparatur der vorherigen ähnelt und die Erweiterung bei Bedarf entfernt werden kann (Bild 1, Teil 4).

Durch zwei Verlängerungen der Sparren erhält man ein Vordach mit einem geringeren Neigungswinkel als das Dach. Im Text heißt es, dass ein solcher Bruch die kinetische Energie des Niederschlags vor dem Eintritt in die Dachrinne verringert, während die Sparren auf dem Gesims aufliegen und das Vordach auf der Höhe der Wände bleibt.

Diese Art von Vordach wird als teilweise von außen und teilweise vom Dachraum aus zugänglich beschrieben. Eine ähnliche Lösung wird für Stahlbetonträger und Stahlträger erwähnt, wobei die Ergänzungen mit Schrauben befestigt werden.

Tragwerksgrenze: Sparren, Verlängerungen, Wandabschluss, Stahlbetonträger, Stahlträger und ihre Verbindungen dürfen nicht anhand der allgemeinen Beschreibung aus dem Archivartikel verändert werden. Dimensionierung, Korrosion, Holzzustand, Schnee- und Windlast sowie die Eignung der Befestigungsmittel erfordern Prüfung und Berechnung durch eine zugelassene Fachperson.

Reparatur von Fassadengesimsen

Große Wandflächen oberhalb und unterhalb der Fenster wurden früher mit solchen Gesimsen verziert. Im Ausgangstext heißt es, dass sie schwer zu reparieren sind und Staub sowie Niederschlag zurückhalten.

Für ein kleineres Bruchstück wird nach dem Anfeuchten eine Ausbesserung mit festem Mörtel beschrieben, der mit kleinen Reibebrettern und Kellen dem vorhandenen Profil entsprechend geformt wird. Fehlt ein größerer Teil, beschreibt der Text das Entfernen bis auf das Mauerwerk (Bild 2, Teil 2), die vorherige genaue Aufnahme des Profils und die Herstellung einer Holzschablone mit rechtwinkligen Führungen (Bild 2, Teil 1).

Das historische Verfahren sieht an der gereinigten Stelle Bewehrungsstäbe und Drahtgitter vor, die anschließend in mehreren Lagen mit Mörtel überdeckt werden. Die letzte Lage bleibt etwas dicker; nach kurzer Trocknung wird das Profil mit einer Schablone bearbeitet.

Gefahr durch herabfallende Fassadenteile: Rissiger Beton, korrodierte Bewehrung, abgelöster Putz oder Blech über Durchgängen und Fenstern erfordern eine Sicherung des darunter liegenden Bereichs und eine dringende fachmännische Prüfung. Das Hinzufügen von Stäben, Gittern oder Mörtel ohne nachgewiesenen Grund und überprüfte Unterstützung kann die Masse erhöhen, anstatt die Tragfähigkeit und Haltbarkeit wiederherzustellen.

Die Gesimse werden im Text auch als Betonelemente oder Fertigteile beschrieben. Beschädigte Fertigteile gelten als schwer zu reparieren, weshalb ein Austausch empfohlen wird. Für ein neues Betongesims fordert die historische Beschreibung eine glatte obere Außenfläche mit mindestens 5° Gefälle nach außen und eine mindestens 2 cm tiefe Tropfnut an der äußeren Unterkante.

Gesimse unter Fenstern werden mit einer Abdeckung aus verzinktem Blech und Abtropfkanten beschrieben. Für die Reparatur solcher Abdeckungen sind gründliche Spenglerkenntnisse erforderlich (Bild 2, Teil 3).

Schließlich erwähnt der Text das Abdecken der Gesimse mit Platten aus synthetischem Material, deren Zuschnitt vor Ort und das Verbinden durch Schweißen; eine längere Frontplatte übernimmt dabei die Funktion der Abtropfkante.

Materialien, Blechanschlüsse und Schweißen: Gefälle, Abtropfkante, Fugen, Bewegungsaufnahme und Befestigungen müssen zum konkreten Fassadensystem und zu den Herstellerangaben passen. Unbekanntes „synthetisches Material“ darf nicht geschweißt werden; Heißarbeiten an der Fassade erfordern Materialidentifikation, Brandschutzmaßnahmen und einen qualifizierten Auftragnehmer. Der Blechanschluss muss auf Fenster und Abdichtungsebenen abgestimmt sein, damit Wasser sicher nach außen abgeleitet wird.