Heute konzentriert sich Savo Kusić auf Holzfenster, Holz-Aluminium-Fenster, Fenster nach Maß, Türen und Angebotsanfragen. Dieser Text bleibt ein Heimwerkerarchiv und ist kein Angebot für Fliesenlegearbeiten.

Reparatur von Wandbelägen

Reparaturen an warmen Wandbelägen sind den Reparaturen an kalten und warmen Böden sehr ähnlich.

Die Reparatur von Holz- und Faserplattenverkleidungen erfolgt ähnlich wie die bisher beschriebenen Methoden zur Reparatur von Holzgegenständen. Feuchtigkeitsschäden an Wandbelägen kommen deutlich seltener vor als Schäden an Fußböden, weil die Feuchtigkeit in den meisten Fällen auch auf anderem Weg und nicht nur durch den Belag entweichen kann.

Die Einwirkung von Wasserdampf ist für Auskleidungen, insbesondere aus künstlichen Materialien, sehr gefährlich. Daher ist es nicht einmal empfehlenswert, solche Beschichtungen in gut beheizten, feuchten Räumen aufzutragen. Faserplatten- und Sperrholzummantelungen werden durch die Montage auf einem Lattenrost vor Wasserdampf geschützt.

Die Reparatur von Verkleidungen mit Paneelen aus künstlichen Materialien wird dadurch gelöst, dass einzelne beschädigte Paneele und Verkleidungsteile durch neue ersetzt werden.

Beläge, die durch Streichen oder Spritzen aufgetragen wurden, sollten so repariert werden, dass nach der Reparatur der beschädigten Teile vollflächig eine neue Deckschicht aufgetragen wird.

Ein Beispiel für keramische Wandfliesen

Verkleidung der Wände mit Keramikfliesen

Die häufigsten Schadensursachen an Fliesenbelägen – als Hauptvertreter kalter Wandbeläge – sind in den meisten Fällen Setzungen des Gebäudes, Frosteinwirkung, Hitze und Stöße. Es ist ein Fehler, zur Herstellung von Mörtel ungealterten Löschkalk zu verwenden, da in diesem Fall die Körner aufquellen und sich von den Fliesen lösen. (Körner, die anschließend abschrecken, nennt man Kalkwürmer). Die Abmessungen der Fliesen betragen 152x152, 152x127 oder 152x100 mm und ihre Dicke beträgt 4-7 mm.

Bei der Reparatur müssen wir die Fliesen entfernen, damit diese unbeschädigt bleiben. Die Entfernung sollte von der Oberseite beginnen. Den Mörtel mit einem Meißel eindrücken, dann vorsichtig und einzeln herausnehmen und bis zur weiteren Verwendung aufbewahren.

Beim Austausch einzelner Fliesen ist es fast unvermeidlich, dass die zu entfernende Fliese beschädigt wird, es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass zumindest die benachbarten Fliesen unbeschädigt bleiben und nicht verschoben werden. Die Stelle der entfernten Fliesen sollte gründlich gereinigt werden und erst dann sollten neue Fliesen verlegt werden. Beim Verlegen neuer Fliesen sollte der Mörtel mit einem Hammer von der Wand bis auf die Ziegel geschlagen werden. Auf diesen gut vorbereiteten Teil der Wand ohne Mörtel wird eine Schicht Zementmörtel aufgetragen und darin Fliesen verlegt. Zur Herstellung von Zementmörtel sollten ein Teil Zement und drei Teile trockener grobkörniger Sand verwendet werden; Mischen Sie alles gut, solange es noch trocken ist, und fügen Sie dann so viel Wasser hinzu, dass der Mörtel wässrig wird.

In der Zwischenzeit sollten die Fliesen in Wasser gelegt werden, allerdings nur so viel, wie wir an diesem Tag verbrauchen, denn zu viel Nässe ist nicht gut für die Fliesen. Auch das Arbeiten mit trockenen Fliesen ist nicht möglich, da diese dem Mörtel Feuchtigkeit entziehen und der Mörtel dadurch nicht gut haftet und sich die Fliesen schnell von der Wand lösen. Eine Benetzung ist dann ausreichend, wenn keine Luftblasen mehr aus den Fliesen austreten. Nach dem Anfeuchten sollten die Fliesen auf einem Holzgestell abgetropft werden.

Dünnflüssiger Mörtel wird mit einer Kelle so auf die Wand aufgetragen, dass eine gleichmäßige Schicht von 5-6 mm Dicke entsteht. Die Mörtelschicht sollte mehrere Stunden trocknen. Danach wird ein etwas dickerer Mörtel hergestellt und so auf die Rückseite der Fliese aufgetragen, dass er an keiner Seite abläuft. Sobald die einzelnen Fliesen eingesetzt sind, werden sie vorsichtig mit dem Hammerstiel angeklopft, damit sich der Mörtel auf der Rückseite gleichmäßig verteilt.

Fliesenlegen und Verfugen

Wichtig: Die Fliesenreihen müssen horizontal und vertikal richtig ausgerichtet sein, und alle Fliesen müssen in einer Ebene liegen. Vor dem Verlegen werden deshalb die untere waagerechte und die äußere senkrechte Reihe mit gespannter Schnur und Richtlatte markiert. Die waagerechte Reihe wird eine Fliesenlänge über dem tiefsten Punkt des Bodens angezeichnet; die Fliesen werden so zugeschnitten, dass ihre Oberkante beim Aufstellen auf den Boden die Schnur erreicht (Abb. 1). Die senkrechte Reihe wird auf ähnliche Weise eingerichtet. Beim Zuschneiden ist ein Abstand von 3 mm zwischen den einzelnen Fliesen zu berücksichtigen. Die Fugen werden mit 3 mm dicken Abstandhaltern aus Glas, Holz oder synthetischem Material gebildet. Abstandhalter in senkrechten Fugen können sofort entfernt werden, diejenigen in waagerechten Fugen erst nach dem Abbinden des Mörtels, also nach etwa 24 Stunden. Damit die Fliesen in einer Ebene liegen, wird zu Beginn einer neuen Reihe zunächst an beiden Enden je eine Fliese gesetzt und eine vollkommen gerade Latte darübergelegt. Anfangs- und Endfliese werden so ausgerichtet, dass die Latte vollständig aufliegt. Nach jeder weiteren Fliese wird die Latte erneut aufgelegt und die Fliese mit dem Hammerstiel angeklopft, bis die Latte vollständig aufliegt.

Ausrichtung der Reihen beim Verlegen von Fliesen und Verfugen

ABBILDUNG 1

Das Verfugen der Fugen erfolgt nach dem Entfernen des Stopfens. Hierzu sollten Zement und feiner Sand im Verhältnis 1:2 zu einem Mörtel verarbeitet werden. Zum Verfugen benötigen Sie außerdem eine Gummiplatte mit den Maßen ca. 30 x 30 cm, die Y-förmig gebogen werden sollte. Mit ihr sollen dann die Fugen zwischen den Fliesen gefüllt werden.

Wenn kein Weißzement zum Aufhellen der Fugen erhältlich ist, nennt der historische Text folgendes Verfahren: Drei Wochen nach dem Verfugen mit Zement wird ein dünnflüssiger Gipsmörtel hergestellt und auf die gesamte Fläche gestrichen. Nach vollständiger Trocknung wird der Gips mit einem trockenen Tuch von den Fliesen abgewischt.

Die einfachste und kostengünstigste Art, Fliesen zu verlegen, ist dicht, auf einer Verbindung ohne Fugen, und eine kompliziertere Art ist die mit Fugen, dicht in einem Netz ohne Fugen und in einem Netz mit Fugen (Abb. 2). Für die Verlegung mit Fugen sollten Fliesen mit abgeschrägten Kanten verwendet werden, für die Verlegung in engen Räumen Fliesen mit steilen Kanten. An den Enden und an der Oberseite sollten solche Fliesen angebracht werden, deren Kanten auf dieser Seite abgerundet und abgekantet sind.

Möglichkeiten, Fliesen mit und ohne Fugen zu verlegen

ABBILDUNG 2

Fliesen schneiden

Wenn eine Fliese zugeschnitten werden muss, wird auf der glasierten Seite ein Lineal an die markierte Linie gelegt und die harte Glasur mit einem Glasschneider oder Hartmetall (Vidia) entlang der Linie angeritzt. Anschließend wird mit einem scharfen Messer entlang der Schnittlinie eine Nut auf der Rückseite angebracht. Größere Stücke werden mit beiden Händen gehalten oder entlang der Schnittlinie auf die Tischkante gelegt und gebrochen; schmalere Stücke bricht man mit einer Zange ab (Abb. 3).

Schneiden größerer und schmalerer Keramikfliesenstücke

ABBILDUNG 3

Fliesen kleben

Im Vergleich zum Setzen in Zementmörtel ist das Verkleben von Fliesen wesentlich schneller. Voraussetzung ist jedoch eine vollkommen ebene Wand. In diesem Fall muss der Wandputz nicht abgeschlagen werden; die Fliesen werden direkt aufgeklebt. Das beschriebene Klebematerial ist eine mit Sand vermischte synthetische Dispersion. Für sehr feuchte Räume – etwa Badezimmer – nennt der historische Text eine Zugabe von Zement im Verhältnis halb zu halb und Wasser bis zu einer streichfähigen Konsistenz. Mit einem Spachtel werden 3-4 Klebepunkte von der Größe einer 50-Para-Münze auf die Rückseiten der zuvor gewässerten Fliesen aufgetragen; anschließend werden die Fliesen eingesetzt. Waagerechte und senkrechte Ausrichtung, Fugenbildung und Verfugung erfolgen wie beim Setzen in Zementmörtel.

Fliesen aus synthetischen Materialien

Diese Platten lassen sich wesentlich leichter bearbeiten. Ihre Abmessungen betragen 150 x 150 x 2 mm. Sie können einfach zugeschnitten und an die Wand geklebt werden.

Sicherheitshinweis: Dies ist ein historischer Text und die beschriebenen Mischungen, Materialien und Verfahren sind keine aktuellen Leistungsspezifikationen. Vor Beginn der Arbeiten sollten Sie die Ursache von Feuchtigkeit und Rissen, die Tragfähigkeit und Ebenheit des Untergrundes, die erforderliche Abdichtung sowie die Verträglichkeit des Gesamtsystems prüfen und die gültigen Regeln und Hinweise der Kleber-, Fugenmörtel- und Fliesenhersteller beachten. Beim Abbruch, Schneiden und Mischen sind Staubkontrolle, Belüftung und angemessener persönlicher Schutz erforderlich.