Holzarten unterscheiden sich in Struktur, Farbe, Festigkeit, Bearbeitbarkeit, Aussehen, Wachstum und Dauerhaftigkeit unter konkreten Einsatzbedingungen. Diese Unterschiede sind bei der Auswahl des Materials für Bau- und Tischlereiprodukte wichtig.
Am häufigsten verwendete Holzarten
Für tragende Bauteile werden Nadelholzarten verwendet:
- Tanne;
- Fichte;
- Kiefer;
- Lärche.
Für Treppen, Böden und ähnliche Anwendungen sind Eiche und Buche besonders geeignet.
Wie Holzarten unterschieden werden
Die Struktur und Farbe des Holzes, das Wachstum von Stamm und Ästen, die Rinde, Blätter und Nadeln sind Merkmale einer Holzart.
Ein Techniker unterscheidet Holz anhand:
- seines Aufbaus — Kernholz, Splintholz, Jahrringbreite, Anteil des Spätholzes und Zustand des Frühholzes;
- der Festigkeit und Bearbeitbarkeit;
- des Aussehens und Wachstums einschließlich der Astigkeit;
- der Dauerhaftigkeit des Holzes unter den im jeweiligen konkreten Fall herrschenden Bedingungen.
Tannen- und Kiefernholz mit sehr breiten Jahrringen enthält anteilig weniger Spätholz als Holz mit schmaleren Ringen. Es ist weniger fest und lässt sich leichter bearbeiten.
Buchenholz mit breiten Jahrringen ist meistens erheblich widerstandsfähiger als Holz mit schmalen Ringen. Geradfaseriges Holz mit wenigen Ästen ist technisch wertvoller als krummes und stark astiges Holz. Gutes Kiefernholz widersteht Witterungseinflüssen länger als Buchenholz.
Aufbau des Holzes
Jahrringe, Frühholz und Spätholz
Im Querschnitt eines Stammes sind die Jahrringe meist deutlich zu erkennen. Jeder Jahrring ist in der Regel innerhalb eines Jahres gewachsen.

Abbildung 1. Grenzzone zwischen zwei Jahrringen der Kiefer bei starker Vergrößerung.
Ein Jahrring beginnt mit breiten, dünnwandigen Zellen, die bei gewöhnlicher Betrachtung hell erscheinen — Frühholz. Er endet mit schmalen, dickwandigen Zellen, die dunkel erscheinen — Spätholz.
Nach der Darstellung in Abbildung 1 ist zu erwarten, dass Holz unter ansonsten gleichen Bedingungen mit zunehmendem Spätholzanteil eine höhere Tragfähigkeit besitzt und schwerer zu bearbeiten ist.
Poren bei Laubholzarten
Abbildung 1 ist für Nadelholz charakteristisch. Bei Laubholz wird zwischen ringporigem Holz, wie Esche in Abbildung 2, und zerstreutporigem Holz, wie Buche in Abbildung 3, unterschieden.

Abbildung 2. Eschenholz mit ringförmig angeordneten Poren.

Abbildung 3. Buchenholz mit zerstreuten Poren.
Mit zunehmendem Anteil breiter Poren nimmt auch die Tragfähigkeit ab.
Die Abbildungen 1–3 zeigen neben den bereits erwähnten Zellen, die wie Röhren parallel zur Stammachse liegen, auch die mit dem Buchstaben m bezeichneten Holzstrahlen. Sie verlaufen vom Stammkern radial zur Rinde. Anzahl und Dicke der Holzstrahlen beeinflussen den Widerstand des Holzes quer zur Stammachse.
Jahrringbreite
Die Breite der Jahrringe ist innerhalb jedes Baumes sehr unterschiedlich und noch unterschiedlicher zwischen verschiedenen Bäumen. Nach statistischen Angaben beträgt die Jahrringbreite bei Kiefernholz mit besonders hohem Gewicht etwa 1–2 mm.
Es ist jedoch nicht angemessen, Kiefernholz mit schmaleren oder breiteren Jahrringen als minderwertiger einzustufen. Die Festigkeit ist im Allgemeinen nur bei sehr schmalen und außergewöhnlich breiten Jahrringen geringer und ändert sich infolge der Jahrringbreite häufig nur wenig.