Warum Holz getrocknet wird

Durch die Trocknung werden Mängel, die mit der Holzfeuchte verbunden sind, weitgehend beseitigt und die Gebrauchseigenschaften des Holzes verbessert. Getrocknetes Holz ist fester und widerstandsfähiger gegen die Einwirkung zerstörender Pilze.

Feuchtewerte für Tischler- und Bauprodukte

Die technischen Bedingungen nennen für Tischler- und Bauprodukte die folgenden Feuchtewerte:

Produkt oder Bauteil Feuchte
Fensterkästen, Fensterflügel, Türrahmen und Fensterbänke 10%
Kästen von Innentüren und Innenfenstern 10%
Kästen von Außentüren und Außenfenstern 10%
Türflügel aus Platten und Brettern 10%
Rahmenelemente 10%
Kanthölzer und Bretter für Böden, Randstäbe für Böden und dünne Leisten 10–13%
Außenverkleidungen und Profilleisten 13–15%

Folgen erhöhter Feuchte

Tischler- und Bauprodukte aus Holz mit erhöhter Feuchte werden unvermeidlich nachtrocknen, sich verziehen und reißen, während das Produkt selbst an Festigkeit verliert.

Im Bauwesen muss deshalb Holz verwendet werden, das bis zu der in den technischen Bedingungen vorgeschriebenen Feuchte getrocknet wurde.

Ablauf des Trocknungsprozesses

Bei der Trocknung strömt auf eine bestimmte Temperatur erwärmte Luft von allen Seiten um das zu trocknende Holz und entzieht ihm Feuchtigkeit.

Während der Trocknung trocknet der äußere Teil des Materials schneller als der innere. Deshalb bewegt sich die Feuchtigkeit aus der feuchteren Zone zur trockeneren äußeren Zone des Materials.

Die Trocknung ist somit ein Prozess, bei dem sich die Feuchtigkeit aus dem Zentrum des Materials mit höherer Feuchte zu seiner Peripherie mit geringerer Feuchte bewegt.

Natürliche und künstliche Trocknung

Die Holztrocknung wird in natürliche und künstliche Trocknung unterteilt.

Verwandte Inhalte