Wichtiger Sicherheitshinweis: Dies ist ein archivierter Bildungstext aus dem Jahr 2017 und weder eine Planung noch eine aktuelle Anleitung zur eigenständigen Ausführung. Erdarbeiten, Böschungen, Stützmauern, Wege, Stufen und Teiche können die Stabilität des Bodens und des Gebäudes beeinträchtigen und bergen Risiken durch Sturz, Verschüttung, Verletzung und Ertrinken. Leitungen im Boden, Entwässerung, Bewehrung, Kindersicherung und Barrierefreiheit sind nach den geltenden Vorschriften und den Bedingungen des jeweiligen Standorts zu lösen. Planung und Ausführung sind qualifizierten Planern und Fachbetrieben zu übertragen. Die Fotos und Zeichnungen dienen der Veranschaulichung und stellen keine bestätigten Projekte der Firma Savo Kusić dar.

Geländegestaltung, Gartenwege, Stufen, Stützmauern und Teiche gehören nicht zum neuen öffentlichen Angebot des Unternehmens. Der aktuelle Fertigungsschwerpunkt liegt auf Holzfenstern, Holz-Aluminium-Fenstern und maßgefertigten Türen. Für ein konkretes Fenster- oder Türenprojekt können Sie eine Angebotsanfrage senden.

Nutzung des Grundstücks planen

Vor der Gestaltung des Grundstücks um ein Wohn- oder Ferienhaus sollte die Nutzung der Fläche festgelegt werden. Dabei sind Größe, Relief, Lage, Bodenqualität und die Verbindung zur Umgebung zu berücksichtigen.

Der Ausgangstext empfiehlt, die verfügbare Fläche nach den Bedürfnissen des Haushalts aufzuteilen: für Obstgarten, Gemüsegarten, Blumen, Spaziergänge und Erholung. Diese Nutzungen müssen nicht streng voneinander getrennt sein. Ein Garten kann eine wirtschaftliche Rolle haben und zugleich ein ergänzender Teil des Wohnraums bleiben, in dem man sich gern aufhält.

Vermessung eines Grundstücks im offenen Gelände

Vermessung des Geländes vor der Planerstellung.

Vermessungsmittel und Verfahren

Für einen Gestaltungsplan müssen Größe, Lage und Zustand der Fläche bekannt sein. Die Quelle weist darauf hin, dass ein Lageplan die horizontale Projektion der tatsächlichen Maße zeigt. Bei geneigtem Gelände ist daher eine Abweichung zu berücksichtigen, die mit dem Neigungswinkel zunimmt.

Als historische Vermessungsausrüstung werden ein Maßband, zwei 2 m lange Messlatten mit 10-cm-Teilung, zwei Zeichenbretter auf Stativen und zwei Winkelmesser genannt. Für ein einfaches Winkelmessgerät werden ein möglichst großes 45°-Dreieck, ein Zelluloid-Winkelmesser, ein beweglicher Zeiger und ein Bleigewicht beschrieben.

Einfache Instrumente zur Vermessung von Grundstück und Neigung

Archivzeichnung 1 — einfache Vermessungsinstrumente.

Für horizontale Winkel wird das Zeichenbrett waagerecht aufgestellt, die Richtungen werden auf Papier übertragen und die entstandenen Dreiecke gemessen, maßstäblich gezeichnet und zur Flächenberechnung verwendet. Gebogene Grundstücksgrenzen können in gerade Abschnitte unterteilt werden.

Zeichnung eines Verfahrens zur Flächenvermessung

Archivzeichnung 2 — Vermessung der Grundstücksfläche.

Im ursprünglichen Verfahren wird die Neigung mit zwei senkrechten Messlatten bestimmt: Der waagerechte Abstand und der Höhenunterschied werden gemessen, anschließend wird die Neigung in Prozent berechnet. Als direktes Hilfsmittel am Hang wird ein gerades Brett erwähnt.

Höhen und schwer zugängliche Entfernungen lassen sich durch Konstruktion aus gemessenen Winkeln bestimmen. Für einen rechten Winkel ohne Winkelmesser nennt der Text das klassische Verhältnis 3–4–5: Die Grundlinie beträgt 4 m, von ihren Enden werden Kreisbögen mit Radien von 5 m und 3 m gezogen.

Zeichnung zur Messung von Höhe, Neigung und rechtem Winkel

Archivzeichnung 3 — Messung von Höhe und Neigung.

Terrassen anlegen und Böschungen formen

Nach Vermessung und Planung folgt die Geländegestaltung. Ziel kann eine größere ebene Fläche oder die Umwandlung eines Hangs in Terrassen sein. Die Quelle empfiehlt, Böschungen in Richtung des Gefälles zu formen, damit weniger Material bewegt werden muss.

Als allgemeine Böschungsverhältnisse werden 1:2 und 1:1 genannt, bei entsprechender Sicherung auch 2:1. Wegen späterer Setzungen wird eine etwas größere anfängliche Aufschüttung erwähnt. Im Text schützt Rasen die Böschung vor Auswaschung, Pfähle dienen dem Schutz gegen Rutschen. Zum Ausstechen von Rasenstücken von ungefähr 30 × 30 cm wird eine umgearbeitete Schaufel beschrieben.

Archivzeichnung eines Werkzeugs und der Verlegung von Rasenstücken am Hang

Archivzeichnung 4 — Ausstechen und Verlegen von Rasenstücken.

Bei lockerem Böschungsmaterial nennt die Quelle größere Steine im unteren und kleinere im oberen Bereich. Steine werden in vorbereitete Lager gesetzt und nicht mit Gewalt eingeschlagen; falls Schläge nötig sind, wird ein Holzhammer genannt.

Bei Neigungen über 45° weist der Text auf die mögliche Notwendigkeit einer Stützmauer auf festem tragfähigem Grund hin. Für eine Trockenmauer wird als historische Richtlinie eine Sockelbreite von der Hälfte der Mauerhöhe genannt; die Breite am oberen Abschluss beträgt ein Fünftel der Sockelbreite. Die Blöcke müssen stabil liegen und dürfen keine losen Steine enthalten.

Betonmauern und mit Mörtel gebundene Steinmauern benötigen eine Entwässerung. Die Quelle beschreibt einen Graben oberhalb der Böschung und Entwässerungsöffnungen in Abständen von 1–2 m bei massiven Mauern. Ohne geeignete Entwässerung kann Wasser die Mauer unterspülen. An Terrassenrändern werden niedrige Sträucher und Gras als zusätzlicher Bodenschutz erwähnt.

Zeichnung der Entwässerung hinter Stützmauern

Archivzeichnung 5 — Beispiele zur Entwässerung einer Stützmauer.

Terrassen sollen den Oberflächenabfluss nach Niederschlägen bremsen und mehr Wasser für Pflanzen zurückhalten. Die Quelle empfiehlt Grasstreifen in Abflussrichtung, geringere Gefälle und Gräben an den Terrassenrändern.

Gartenwege

Wege können für Fußgänger oder Fahrzeuge bestimmt sein; Unterbau und Belag unterscheiden sich deshalb je nach Belastung. Für Fußwege nennt die Quelle eine Breite von 40 bis 100 cm. Auf 100 cm können zwei Personen aneinander vorbeigehen. Der Belag muss nicht durchgehend sein; zwischen Platten kann Gras verbleiben.

Steinstufen und Weg in einem Garten

Die Ausführung beginnt mit dem Abstecken des Raums für Unterbau, Rand und Belag. Die Trasse soll breiter als der fertige Weg sein. Der Text beschreibt Einfassungen aus Beton, Stein, Ziegel oder Pflanzen. Bei Fahrwegen wird ein Unterbau nur in den Fahrspuren genannt, während die Mitte mit Kies oder Schlacke gefüllt werden kann. Die Oberfläche soll Wasser ableiten.

Zeichnung verschiedener Formen und Querschnitte von Gartenwegen

Archivzeichnung — Formen und Querschnitte von Wegen.

Zeichnung der Arbeitsschritte beim Verlegen von Platten

Archivzeichnung 6 — Ausrichten, Bett vorbereiten, Platten verlegen und verdichten.

Zeichnung zur Formgebung und Entwässerung von Wegen

Archivzeichnung 7 — Wegform und Wasserableitung.

Zeichnung des Unterbaus eines Fahrwegs

Archivzeichnung 8 — Beispiele für den Unterbau eines Fahrwegs.

Bei längeren Fußwegen empfiehlt die Quelle in Abständen von 1–2 m einen Grundstein zum Nivellieren. Die übrigen Elemente werden an dieser Ebene ausgerichtet, mit einem kleinen Gefälle für den Wasserabfluss.

Zeichnung zur Nivellierung und Neigung eines Gartenwegs

Archivzeichnung 9 — Nivellierung eines Wegs.

Stufen im Garten

Auf terrassiertem Gelände wechseln Wege und Stufen häufig einander ab. Auch ebene Abschnitte sollen ein leichtes Gefälle haben; die Zahl der Stufen ist auf das notwendige Maß zu begrenzen.

Die Quelle beschreibt einfache Stufen aus unbehauenem Naturstein mit Unterlagen unter der stärker belasteten Vorderkante. Diese Lösung ist nicht für steile Treppen vorgesehen. Als historische Komfortregel wird nach jeweils 8–10 Stufen ein Podest genannt. Stufen und Podeste sollen Wasser ableiten und das vorgeschriebene Verhältnis zwischen Steigung und Auftritt einhalten.

Für Erdstufen werden kräftige Pfähle, Bretter und Latten genannt, bei einer Stufenhöhe bis 10–12 cm und seitlicher Wasserableitung. Unter Ziegelstufen wird eine Schicht aus Kies oder Schlacke beschrieben. Steinstufen brauchen ebene Stirn- und Oberflächen und eine sichere Befestigung gegen Lockern.

Gartenteiche

Die Quelle beschreibt mehrere historische Verfahren für einen kleinen Teich. Bei einer Auskleidung aus verdichtetem Lehm wird die Grube 40–50 cm tiefer als die gewünschte Teichtiefe ausgehoben; der Lehm wird in drei Schichten von jeweils 10–15 cm Dicke eingebracht.

Auf ausreichend festem Boden wird Kunststofffolie erwähnt. Der Untergrund wird sorgfältig eingeebnet, damit die Folie unter Druck nicht reißt; über ihre am Rand liegenden Kanten wird ein Erdwall aufgebracht.

Gartenteich, umgeben von Steinen und Grün

Für einen Betonteich nennt die Quelle eine 10–15 cm starke Betonschicht mit Schalung. Bei größeren Teichen werden Bewehrung und 2–3 Isolierschichten sowie Ablauf und richtig angeordneter Überlauf erwähnt. Nach dem Abbinden des Betons empfiehlt der Text mindestens drei vollständige Wasserwechsel vor dem Einsetzen von Pflanzen, weil sich Stoffe aus dem frischen Beton lösen.

In der Umgebung des Teichs werden feuchtigkeitsverträgliche Pflanzen empfohlen. Die Quelle nennt außerdem das Einbringen von Wasserflöhen der Gattung Daphnia als damals beschriebenes Mittel gegen stehendes Wasser; diese historische Aussage sollte nicht ohne aktuelle Beurteilung von Wasserqualität und Teichökologie angewandt werden.

Nach Abschluss der Gartenarbeiten kündigt der ursprüngliche Artikel einen Zaun als nächstes Thema an. Zäune gehören ebenso wie die übrigen in diesem Archivtext beschriebenen Arbeiten nicht zum aktuellen Fenster- und Türenangebot des Unternehmens.