Wichtiger Gesundheits- und Sicherheitshinweis: Dies ist ein archivierter Text von 2017. Jahr und keine moderne Anleitung zur Ausführung von Malerarbeiten oder eine Empfehlung bestimmter Materialien. Alte Farben, Beschichtungen, Pulverpigmente, Klebstoffe, Lösungsmittel und Untergründe können eine unbekannte Zusammensetzung haben; Sie sollten vor der Identifizierung nicht abgekratzt, gemahlen, erhitzt, gemischt oder aufgelöst werden. Feuchtigkeit, Schimmel, instabiler Putz und potenziell gefährliche Inhaltsstoffe erfordern eine professionelle Beurteilung. Für jedes Produkt ist es heute Pflicht, die Deklaration, das technische Datenblatt und das Sicherheitsdatenblatt zu befolgen, für Belüftung, Staubkontrolle, Haut- und Augenschutz und andere vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung zu sorgen. Besondere Vorsicht ist geboten bei Arbeiten auf Leitern, in der Nähe von Elektroinstallationen, mit Ätzkalk, Lösungsmitteln und unbekannten Altschichten. Die Originalrezepte, Mengenangaben, Handversuche und Sicherheitsaussagen auf dieser Seite werden als historische Aufzeichnungen aufbewahrt und sind kein Ersatz für eine aktuelle Produktspezifikation oder einen qualifizierten Auftragnehmer.

Das Verputzen und Streichen von Wänden gehört nicht zum neuen öffentlichen Angebot von Savo Kusić. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf Holzfenstern, Holz-Aluminium-Fenstern, kundenspezifischen Fenstern und Türen. Für ein Fenster- oder Türprojekt können Sie Angebotsanfrage senden.

Das Hauptziel des Malens und Lackierens ist natürlich der Schutz und die Aufrechterhaltung der Sauberkeit von Wänden, Holz- und Metallgegenständen, aber dies ist auch eines der wichtigsten Verfahren zur Dekoration. Durch Malen und Malen erreichen wir nämlich eine schönere, angenehmere und harmonischere Umgebung. Es ist sehr erfreulich, dass die Farbenindustrie solche Materialien herstellt, die sehr einfach zu verarbeiten sind und mit denen auch Menschen ohne ausreichende Ausbildung erfolgreich arbeiten können. Für solche Arbeiten sind nicht einmal Spezialwerkzeuge oder besondere Qualifikationen erforderlich.

Daher kann in diesem Bereich jeder seine Begabung für angewandte Kunst leicht zum Ausdruck bringen. Doch bevor wir uns mit der Technik des Malens und Malens vertraut machen, müssen wir uns mit den Grundregeln und Wirkungen des Farbauftrags vertraut machen.

Farbe, Kontrast und Harmonie

Es ist bekannt, dass Farben die Stimmung, den Arbeitswillen und sogar die Produktivität eines Menschen beeinflussen. Manche Farbkombinationen finden wir angenehm, andere weniger angenehm. Wir wissen auch, dass fast jeder seine Lieblingsfarbe hat.

Daher spielt es keine Rolle, was die Farben, die Gegenstände unserer Umgebung, Möbel, Kleidung sind; oder wenn wir mehrere Farben haben, welche kombinierte Wirkung haben diese Farben? Dies gilt insbesondere für die Wohnung und die darin befindlichen Gegenstände, da wir die meiste Zeit unseres Lebens in der Wohnung verbringen.

Früher herrschten in der Wohnung zwei Farben vor: Braun für Holzmöbel und die günstigste Farbe für Wände, Weiß, die Farbe Limette. Die blaue, grüne oder orange Farbe von Wänden, Möbeln, Tapeten, Vorhängen usw. galt früher als Sakrileg. Allerdings hat sich heute mit der Entwicklung moderner Materialien die Farbmode verändert, auch auffällige Farbkombinationen sind beliebt. Aber auch moderne Formen und Farben müssen geschmackvoll aufeinander abgestimmt sein, denn „modern“ bedeutet nicht geschmackvoll. Man kann auch sagen: „Bunt ist noch nicht bunt!“

Oft kann selbst ein Experte nicht ohne ernsthafte Überlegung entscheiden, welche Farbkombination eine Wohnung richtig ist, welche Möbelfarbe mit der Farbe der Wände, des Bodens usw. harmoniert. Noch schwieriger ist die Situation junger Menschen, die gerade erst ins Leben einsteigen und keine Ahnung von angewandter Kunst haben. Für ältere Menschen, die sich auf den Einzug in eine moderne Wohnung oder einen Möbelwechsel vorbereiten, ist es nicht einfach. Das Ziel dieses Abschnitts des Buches ist es, allen dabei zu helfen und grundlegende Informationen über Farben und ihre Harmonie bereitzustellen. Aber man darf nicht vergessen, dass wer in einer Wohnung wohnt, um sich wohlzufühlen, seinen Geschmack nicht verraten sollte, denn nicht nur das, was er von anderen hört oder sieht, ist köstlich. Sie sollten sich an die allgemeinen Regeln des Geschmacks und der Farbharmonien halten, aber sie sollten ihre eigenen Ideen und ihren eigenen Geschmack in diese Rahmenwerke einbeziehen.

Das menschliche Auge ist in der Lage, tausende Farben oder Schattierungen dieser Farben zu unterscheiden. Maler und Drucker wissen sehr gut, dass Farben und Schattierungen durch Mischen der Grundfarben Rot, Gelb und Blau erzielt werden können. Durch Mischen dieser Primärfarben können primäre Mischfarben (Sekundärfarben) erhalten werden: aus Rot und Gelb Orange, aus Gelb und Blau Grün, aus Rot und Blau Violett.

Drei Kreise mit Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben

Kreise aus Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben

Die Hauptfarben (Primärfarben) und die Primärmischfarben ergeben zusammen den Grundfarbkreis. Dabei handelt es sich um einen solchen Kreis, auf dessen Umfang die Farben so nebeneinander angeordnet sind, dass zwischen den beiden Hauptfarben eine Mischfarbe entsteht, die durch Mischen der Hauptfarben entsteht. Daher können auf dem Grundfarbkreis zwei Dreiecke gezeichnet werden. Im Wappen des einen sind die Hauptfarben, im Wappen des anderen sind Primärfarben gemischt.

Ein regelmäßiger Grundkreis hilft sehr, die Regeln der Farbharmonie zu erlernen. Im Grundfarbkreis wechseln sich nämlich Kontrast- oder Komplementärfarben ab.

Verwandte Farben oder Farben, die zueinander „passen“, liegen im Grundfarbkreis nebeneinander. Drei einander benachbarte Farben im Grundfarbkreis stellen das sogenannte Farbtrio dar.

Vier Farben werden durch ein Paar verwandter Farben dargestellt, die im Kreis nebeneinander liegen, und durch ein Paar ähnlicher Farben, die dem ersten Paar im Kreis jedoch genau gegenüberstehen bzw. Kontrastfarben des ersten Paares.

Ein Beispiel für kontrastierende Farben sind Blau und Orange, für verwandte Farben Rot, Orange und Gelb drei und für vier Lila, Rot sowie Gelb und Grün.

Wer ein gutes Auge hat, wird es nicht schwer haben, aus dem bereits erwähnten Farbspektrum aus Tausenden von Farbtönen Sekundär- oder Mehrfachmischfarben zu unterscheiden und sie den drei Haupt- und drei Primärmischfarben zuzuordnen sowie deren entsprechende Charakteristik (Kontrast, Harmonie usw.) zu bestimmen.

Beachten wir auch, dass Grund- oder Primärsekundärfarben ohne Schattierungen als Direktfarben bezeichnet werden. Dies ist jedoch auch die Bezeichnung für die Farben, die vom Hersteller ursprünglich verpackt und noch nicht mit anderen Farben gemischt wurden. In der Textilindustrie werden Direktfarben heute weniger geschätzt und Mischfarben stärker nachgefragt.

Neben Farben haben auch Schattierungen und Farbtöne eine tolle Wirkung. Am einfachsten lassen sich Töne zwischen Weiß („Nullfarbe“) und Schwarz („völliger Lichtmangel“) unterscheiden. Wenn Sie kontrastierendes Weiß und Schwarz mischen, erhalten Sie Grau. Verschiedene Grautöne von Weiß bis Schwarz bilden das graue Farbspektrum. Die graue Farbe ist für sich genommen „permanent“ (z. B. ein Favorit für Autos), aber durch das Hinzufügen anderer Farben trägt sie dazu bei, deren Töne zu erzeugen.

Mit Weiß- und Schwarztönen lassen sich sehr plastische Effekte erzielen. Bei Gebäuden mit „Sgraffitto“-Verputz entsteht beispielsweise durch das Verputzen der Schatten der Eindruck, dass das Gebäude aus richtig geschnittenem Naturstein besteht.

In einer geschmackvoll eingerichteten und kleinen Wohnung dienen Kontraste dazu, die Monotonie zu durchbrechen, daher dürfen nur wenige Gegenstände mit einer Kontrastfarbe (z. B. Kissen, Tischdecke) von den ansonsten ähnlichen Farben der Möbel und des Bodens abweichen. Die Grundlage für die Farbharmonie eines Raumes sind sicherlich die Wände, die mit der Farbe des Bodens harmonieren sollten.

Aufgrund der besseren Ausleuchtung des Raumes sollten die Wände heller und pastellfarben sein und die Muster sollten nicht stark von der Grundfarbe abweichen, also dezent sein. Hellgrün vermittelt ein Gefühl der Ruhe, Blau ein Gefühl von Kühle, Gelb ein Gefühl von Wärme und Orange ein Gefühl von Feierlichkeit.

Der Kontrast des Lichts von außen wird durch die Vorhänge gemildert, gleichzeitig verdunkeln sie jedoch den Raum. Während das offene Fenster des Balkons die Verbindung zur Natur herstellt und mit Vorhängen abgedeckt ist, trennt es den Raum von der Welt. Daher sollten Sie unter Berücksichtigung all dieser Faktoren die passende Farbkombination für einzelne Räume wählen, damit sie den Funktionen dieser Räume entspricht.

Die hellgrüne Farbe der Schlafzimmerwände passt gleichermaßen zu den dunklen oder hellen Farben der Möbel und als Kontrast reicht ein Teppich oder ein Vorhang in einer Komplementärfarbe völlig aus.

Zu Weiß oder hellen Pastelltönen der Küchenwände eignen sich auch Möbel in einer helleren Farbe, als Kontrast reicht ein Schalter, ein Griff oder eine Kante in passender Farbe. Im Badezimmer sind die besten Kombinationen von Wandfarben bzw. Möbeln Weiß-Rot, Hellgrün-Gelb und Hellblau-Hellorange.

Wenn Sie in Ihrer Wohnung ein Kinderzimmer haben, darf es gerne etwas bunter sein, nur die Möbel dort sollten allerdings etwas dunkler im Ton sein.

Im Saal können größere Kontraste zugelassen werden. 

Und abschließend sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um strenge Regeln handelt, sondern lediglich um Orientierungsprinzipien bzw. Fakten, nach denen jeder nach eigenem Ermessen die Harmonie der Farben seiner Wohnung gestalten sollte. 

Wohnzimmer mit roten Wänden, hellen Eckmöbeln und Kamin

Ein Beispiel für einen Innenraum, in dem rote Wände den vorherrschenden Ton bestimmen

Vorbereitung auf das Gebet

Wenn wir uns für eine Farbe entschieden haben, können wir mit der Anwendung der „Geheimnisse“ der Malerarbeiten beginnen. Es gibt wenige Haushaltsarbeiten, deren Erfolg so sehr von der Vorbereitung abhängt wie das Malen. Beispielsweise kann eine neu verputzte Wand nur verputzt werden, wenn sie bereits vollständig trocken ist, also der darin enthaltene Kalk vollständig gebunden ist. Dies kann genau überprüft werden, indem man eine 1%ige Alkohollösung von Phenolphthalein herstellt und einen Tropfen auf den Putz der Wand aufträgt. Wenn sich der Tropfen rot verfärbt, bedeutet dies, dass der Kalk noch nicht abgebunden ist. Wir entfernen zunächst die alte Mörtel- oder Kalkschicht mit einem breiten Spachtel von der bereits verputzten Kalkwand. Die Arbeit wird einfacher und es entsteht weniger Staub, wenn wir die Wand vorher mit einer Tünchebürste gut anfeuchten. Darüber hinaus müssen wir die Risse und Unebenheiten des Putzes beseitigen. Dazu müssen Sie Gips und feinen Sand im Verhältnis 1:1 mischen und so viel Wasser hinzufügen, dass sich die Mischung gleichmäßig auf der Wand verteilen lässt. Dieses Ausgleichsmaterial wird mit einer Kelle in die Risse der Wand aufgetragen, sodass es bündig mit der restlichen Wand abschließt. Nur wenn wir den gesamten Putz nivellieren, wird die Wand völlig eben sein.

Phenolphthalein, Alkohollösung, Gips-Sand-Verhältnis und Beschreibung der Entfernung alter Schichten sind hier Teil der Originalaufzeichnung. Heute werden Reifegrad und Feuchtigkeit des Untergrundes, die Wahl des Grund- und Reparaturmaterials sowie die Verträglichkeit mit dem Decklack nach herstellerspezifischer Systematik geprüft. Unbekannte alte Beschichtungen sollten ohne Identifizierung und Staubkontrolle nicht abgekratzt oder abgeschliffen werden.

„wie eine Limette“

Viele Menschen kennen wahrscheinlich das Sprichwort: „Jury, wie ein Kalkstein“. Mit diesem Sprichwort meinen wir Kalköfen und Karren, auf denen man ungelöschten Kalk durch die Städte transportierte, und als sie von einem Regenguss erfasst wurden, begann der Kalk zu verlöschen.

Das Löschen von Kalk ist daher ein so komplizierter und gefährlicher Vorgang, dass es nicht ratsam ist, ihn während des Mahlens durchzuführen. Am besten nehmen Sie gelöschten Kalk oder Kalkhydrat in Pulverform, das sich leicht mit Wasser vermischen lässt.

Kalk kann stark alkalisch sein und schwere Haut- und Augenschäden verursachen. Das Löschen von Kalk und das Herstellen von Kalkmischungen sollten nach diesem Archivtext nicht erfolgen; Produktauswahl, Mischung, Schutz und Erste Hilfe müssen sich an das aktuelle Sicherheitsdatenblatt und die Herstellerangaben halten.

Malerei

Weniger wichtige Räume (Küche, sonstige Nebenräume etc.) können statt mit Putz nur mit Kalkmilch (Abb. 1) getüncht werden.

Historische Darstellung des Mischens und Auftragens von Kalkmilch mit großen Pinseln

Bild 1 — Historische Darstellung der Zubereitung und Anwendung von Kalkmilch

Für diesen Vorgang ist es notwendig, 4-5 kg gelöschten Kalk mit etwa 10 Litern Wasser gut zu vermischen. Es empfiehlt sich, die so erhaltene Mischung durch ein Sieb zu passieren, um größere Klumpen und Schmutz daraus zu entfernen. Mit dieser Menge Kalkmilch lässt sich ein Raum mit einer Fläche von etwa 4 x 4 m tünchen. Die Schicht wird dicker, wenn wir der Mischung etwa 1 kg weiße Erde hinzufügen und gut vermischen. Weiße Erde sollte vor der Zugabe 1-2 Stunden lang in Wasser eingeweicht werden. Der Weißgrad der Farbe kann durch Zugabe von 1-2 dkg Ultramarin erhöht werden. Die Zugabe von etwa 10 dkg Firnais oder einem anderen Pflanzenöl zu der Mischung erleichtert das Auftragen auf die Wand.

Diese Bände und Ergänzungen wurden aus Gründen der Treue zur historischen Quelle aufbewahrt. Sie sollten nicht als heutige Rezeptur verwendet werden, da die Zusammensetzung und Verträglichkeit der Materialien nicht bestätigt ist und der Schutz vor alkalischem Material, Spritzern und Staub eine aktuelle Risikobewertung erfordert.

Wir können mit einem Rakelpinsel oder, wenn wir keinen haben, mit einer viel günstigeren Lamelle malen. Vor dem Streichen sollte der Staub mit einem Besen oder einer Bürste von der Wand entfernt werden. Da Kalk nicht gut deckt, empfiehlt es sich, insbesondere bei verschmutzten Wänden, zweimal zu tünchen.

Kalk haftet nicht an bereits kleinen Wänden, nach dem Trocknen fällt die aufgetragene Schicht einfach ab. Wenn wir eine solche Wand streichen, müssen wir zunächst die alte Farbe mit Wasser und einem Pinsel aufweichen, quellen lassen und sie dann mit einem Spachtel vollständig entfernen.

Der Vorteil des Tünchens besteht darin, dass es keine besonders hohen Kosten erfordert und auch die Wohnung desinfiziert. Der Nachteil besteht darin, dass die Wand farblos ist, leicht verschmutzt und nicht gewaschen werden kann.

Die Wand streichen

Die Wand kann mit verschiedenen Beschichtungsarten verputzt werden. Man sollte diejenige wählen, die am besten passt. Wenn wir keine Beständigkeit und Waschbarkeit der Beschichtung anstreben, ist es am billigsten und einfachsten, mit filzgebundenen Farben zu streichen (Abb. 2). Wenn es unser Ziel ist, dass die Beschichtung dekorativ, langlebig und abwaschbar ist, dann sollten wir mit Polycolor streichen.

Historische Darstellung der Abfolge des Verputzens von Decken, Wänden, Ecken, Fenstern und Türen

Bild 2 — Historische Darstellung der Abfolge der Malarbeiten im Raum

Malen mit Farben, die mit Klebeband gebunden sind

Bevor mit dem Schleifen begonnen wird, sollte geprüft werden, ob der vorhandene Anstrich an der Wand abgeschliffen werden kann. Wenn diese Schicht zu rissig, geschwollen oder zu dick ist, sollte sie entfernt werden.

Die alte Schicht wird entfernt, indem man sie mit einer nassen Bürste anfeuchtet und mit einem Spachtel abkratzt. Es ist darauf zu achten, dass der Putz unter der alten Beschichtung nicht beschädigt wird. Dieser Vorgang ist recht zeitaufwändig, aber eine Grundvoraussetzung für ein qualitativ hochwertiges Schleifen.

Wenn die Risse in der alten Schicht unbedeutend sind und die Schicht nicht zu dick ist, reicht es aus, nur die aufgequollenen und rissigen Teile mit einem Spachtel zu entfernen.

Nach dem Entfernen der alten Beschichtung (oder Teilen) sollte der Staub mit einem Besen von der Wand entfernt und die Wand gründlich eingeseift werden. Zum Einseifen sollten Sie etwa 1 kg Seife in einem Eimer Wasser auflösen und mit einem Pinsel die Wände und die Decke gleichmäßig mit dieser Lösung bestreichen.

Wenn die Wände bereits vollständig trocken sind, werden die Löcher, Risse und Vertiefungen in der Wand verschlossen.

Sie sollten 1 kg Gips mit einem halben Liter Wasser mischen, das 5 dkg vorbereitetes und gekochtes Puttkal enthält. Durch das Tuch verringert sich die Geschwindigkeit der Putzbindung, so dass die Arbeit auf diese Weise erleichtert wird, allerdings sollte die so zubereitete Mischung innerhalb von 15 Minuten verbraucht werden, d. h. es muss nur so viel Mischung zubereitet werden, wie in 15 Minuten verbraucht wird.

Das Verputzen von kleinen Löchern und Rissen in der Wand erfolgt durch Verteilen der zuvor beschriebenen und vorbereiteten Masse mit einem Spachtel und nach dem Trocknen mit Schleifpapier oder Schleifpapier, um die Unebenheiten vollständig zu entfernen.

Bei höherwertigen Arbeiten werden die Wände meist geglättet. Zum Verputzen nimmt man Kalkmilch mit etwas Puttkal und fügt so viel Gips hinzu, dass eine streichfähige Masse entsteht. Diese Masse wird mit Hilfe eines breiten Spachtels mehrmals auf die Wand aufgetragen, bis die Oberfläche völlig eben ist. (Bitte beachten Sie, dass beim Filzen, insbesondere bei der Herstellung der Mustergrundlage, auf das Glätten verzichtet werden kann.) Verputzte und verputzte Flächen sollten mit einer Seifenlösung eingestrichen werden. Nach diesen Vorgängen kann mit dem Schleifen als Endziel der Arbeit begonnen werden. Zunächst werden die Verputzgrenzen an den Wänden und an der Decke mit einem Seil markiert und dann das für den Verputz der Decke benötigte Material vorbereitet (Abb. 3).

Historische Darstellung zweier Menschen, die vor dem Beten ein Seil festziehen, um eine Wand zu markieren

Bild 3 – Markierung der Grenzlinie mit Schnur vor dem Molen

Mischen Sie in etwa 5 Liter Wasser 5 kg Strilica und 1 kg vorgetränkte weiße Erde. Das Mischen kann auch von Hand erfolgen, damit die Klumpen gut zerkleinert werden.

In einem anderen Gefäß sollten in 1 Liter Wasser etwa 20 dkg Tutkal gekocht werden, bis es vollständig aufgelöst ist. Es ist darauf zu achten, dass der Teig beim Backen nicht anbrennt.

Wir müssen die Spachtellösung etwas abkühlen lassen und wenn sie bereits lauwarm genug ist, sollte sie unter ständigem Rühren zur vorbereiteten Farblösung gegeben werden.

Das Geheimnis eines hochwertigen Wandschliffs liegt in der erforderlichen Menge an Spachtelmasse. Die benötigte Filzmenge für Pulverlacke variiert nämlich von Fall zu Fall. Daher ist die bisher angegebene Menge an ttkal von 20 dkg nur informativ, die genaue Menge müssen wir selbst ermitteln. Man sollte wissen, dass der Strudel zu Beginn der Zugabe des eingeweichten und gemischten Tutkals zum Strudel zu gerinnen beginnt, nach dem zweiten oder dritten Guss noch dicker und später dünner wird. Das Hinzufügen und Mischen des Teigs sollte so lange fortgesetzt werden, bis Sie spüren, dass die Masse unter Ihrer Hand dünn ist und beim Herausziehen aus dem Stiel langsam von Ihrer Hand zu tropfen beginnt. Werden die Finger der Hand geschlossen und wieder geöffnet, bildet sich zwischen ihnen eine dünne Farbschicht. Um das Auftragen der Farbe mit dem Pinsel zu erleichtern, wird diese nach Zugabe der Spachtelmasse und einiger Deziliter Milch in die Farbe gegeben. Bei der Zugabe von Spachtelmasse sollte man keinen Fehler machen, denn bei geringer Zugabe wird die Farbe nach dem Trocknen in Pulverform von der Wand abgewischt, bei viel Zugabe fällt die Farbe in Form kleiner Flocken ab.

Alte Pulverlacke, Spachtelmassen oder unbekannte Mischungen sollten nicht mit der bloßen Hand überprüft oder gemäß dieser Beschreibung gekocht und aufgetragen werden. Hautkontakt, Einatmen von Staub und Dämpfen, Erhitzen von Materialien und die Verwendung auf einer unbekannten Oberfläche erfordern ein identifiziertes Produkt, Belüftung und Schutzmaßnahmen, die im Sicherheitsdatenblatt aufgeführt sind.

Die richtige Menge an Spachtelmasse kann auch überprüft werden, indem man eine Probe der Mischung nimmt und diese auf ein Blatt Papier streicht. Warten Sie, bis es getrocknet ist, und testen Sie dann mit trockenen Fingern, ob die Farbe entfernt wird. Wenn es gelöscht wird, wird mehr Tutkal hinzugefügt.

Nach diesen Vorarbeiten sollten alle Gegenstände im Raum (Kleiderschränke, Kronleuchter etc.) mit Papier abgedeckt werden, damit Sie mit dem Streichen der Decke beginnen können. Das Bürsten sollte mit einer „Scheiben“-Bürste erfolgen. Wir müssen den Pinsel gleichmäßig bewegen, immer in eine Richtung und in einer Richtung, die parallel zur Beleuchtungsrichtung der Wand verläuft, da auf diese Weise die Spuren des Pinsels weniger sichtbar sind. Wenn die Decke vor dem Schleifen stark verschmutzt war, empfiehlt es sich, sie zweimal zu schleifen. In diesem Fall sollte beim ersten Auftragen der Pinsel quer zur Lichtrichtung bewegt werden. Es sollte nie dick aufgetragen werden, besser ist es, die Farbe in mehreren Schichten aufzutragen. Denn eine dicke Farbschicht, die plötzlich auf die Wand aufgetragen wird, löst sich nach dem Trocknen schnell ab.

Wenn das Verputzen der Decke abgeschlossen ist, können wir mit dem Verputzen der Seitenwände beginnen.

Die Seitenwände sind meist in hellen Pastellfarben gestrichen. Pastellfarben entstehen, indem zunächst eine weiße Basis aus 5 kg Wiener Weiß, 5 kg Weißerde und etwa 5 Litern Wasser hergestellt wird. Dieser Mischung werden 30-50 dkg Pulverfarbe zugesetzt (je nach gewünschtem Farbton). Pulverfarben können sehr unterschiedlich sein und wir nennen hier nur die wichtigsten.

Die elfenbeinfarbene Farbe wird durch die Zugabe von Ocker erreicht, die Drapierung durch die Zugabe von Satin. Die Farbe wird durch die Zugabe von Chromgelb oder Baltimoregelb lebendiger. Sehr beliebt sind grünliche Farbtöne, die durch die Zugabe von hellem oder dunklem Grün (Zement- oder Freskogrün) erzielt werden.

Die blaue Farbe wird durch die Zugabe von Ultramarin- oder Azurblau erreicht. Für rote Farben sollten Sie Pompeian Red und Oxide Red sowie Oxide Rotten Cherry hinzufügen. Die graue Farbe wird durch die Zugabe von Schwarz und Oxidschwarz erreicht.

Wenn der Pulverlack gut vermischt ist, wird die erforderliche Menge Spachtelmasse hinzugefügt. Dazu sollten etwa 40 dkg Tutkal in 2 Liter Wasser gekocht werden.

Beim Streichen der Wände sollte der Pinsel gleichmäßig und vertikal geführt werden.

Wenn die Farbe an der Decke und an den Wänden bereits trocken ist, ist der Schlussstrich gezogen. Die letzte Zeile sollte zuerst markiert (angepinnt) werden. Die Markierung kann am einfachsten mit einem mit ockerfarbener oder schwarzer Farbe bestrichenen Seil erfolgen. Ein Ende des Seils wird mit einem Nagel fixiert und deutlich über der gewünschten Markierungsstelle festgezogen, mit den Fingern gezogen und schlagartig losgelassen, sodass die Farbe, bzw. die Schnur eine Markierung hinterlässt. Anschließend wird aus der Grundfarbe ein Gegenton erzeugt, so dass die Linie sichtbar ist, und die endgültige Linie mit einem Pinsel geformt. Diese Arbeit sollte sehr sorgfältig durchgeführt werden. Es wird empfohlen, zum Zeichnen von Linien einen bereits verwendeten Pinsel, der „eingelaufen“ ist, und ein Lineal oder ein Extraktionsgerät zu verwenden (Abb. 4).

Historische Illustration der Erstellung einer Ziellinie mit Schnur, Lineal und Pinsel

Bild 4 – Markierung und Formgebung der endgültigen Linie

Wenn gemusterte Wände gewünscht sind, sollte eine Tankwalze verwendet werden (ggf. geliehen). Besonders empfehlenswert ist es, die Wände zu mustern, wenn die Wand nicht eben genug ist, da die Muster durch den optischen Effekt diese Unregelmäßigkeiten beseitigen. Das Muster sollte in derselben Farbe oder in einer zur Grundfarbe passenden Farbe, jedoch in einem helleren oder dunkleren Ton, ausgeführt sein. Für eine gute Haftung sollte etwas Milch hinzugefügt werden.

Wenn die Muster mit Silber- oder Goldbronzefarben hergestellt werden, wird der Lösung anstelle des Filzes Wasserglas zugesetzt. Etwa die Hälfte der Wassermenge sollte in das Wasserglas gegeben werden. Zu 1 Liter verdünntem Wasserglas werden je nach Raumgröße 10-15 dkg Aluminium- oder Goldbronzefarbe gegeben. Nach dem Mischen der Farben benötigt die Mischung einige Zeit zum Stehen. Anstelle einer Wasserglaslösung können Sie auch eine Lösung aus Eiweiß (Eiweiß aus 6-8-Eiern mit etwa 1/2 Liter Wasser) verwenden.

Pigmente, Metallpulver, Wasserglas und improvisierte Bindemittel sollten nicht nach diesem historischen Rezept gemischt werden. Die Zusammensetzung der alten Pigmente ist möglicherweise unbekannt, das Einatmen des feinen Pulvers kann gefährlich sein und die Verträglichkeit und das Verhalten der fertigen Beschichtung sind nicht bestätigt.

Zum Auftragen des Musters (Malerei) sollte die vorbereitete Farbe in den Walzentank gegossen werden. Drücken Sie die Rolle gleichmäßig an die Wand und ziehen Sie sie von oben nach unten genau in vertikaler Richtung. Achten Sie darauf, dass die Heftnähte direkt nebeneinander und parallel liegen, sonst wird das Muster ungleichmäßig oder überlappt.

Streichen von Wänden mit Dispersions- oder Dispersionsfarben

Eine Beschichtung mit Polycolor- oder Dispersionsfarben ist viel haltbarer und schöner als eine Beschichtung mit mit Tkalka gebundenen Farbstoffen. Besonders vorteilhaft ist, dass mit dieser Beschichtung kleine Wandflächen abgewaschen werden können. Schmutz und Rußablagerungen lassen sich ganz einfach mit Spülmittel (ohne Laugen) und Wasser von den Wänden entfernen. Die Gebrauchsanweisung ist unbedingt zu beachten, da eine nachlässig aufgetragene Beschichtung später abfärben oder abblättern kann. Insbesondere müssen wir die Hinweise zur Untergrundvorbereitung beachten. Einfache weiße Farbe und die notwendigen Pasten zum Mischen von Pastellfarben sind im Laden erhältlich. Pasten sind in folgenden Farben erhältlich: Gelb, Ocker, Grün, Blau, Rot, Oxidrot und Schwarz.

Die Walze trägt gelbe Farbe neben einer Reihe roter, gelber, grüner und blauer Farbmuster auf

Roll- und Tonkarten zur Auswahl der endgültigen Wandfarbe

Um einen Raum mit einer Grundfläche von 4 x 4 m zu streichen, benötigen Sie etwa 14-16 kg Grundfarbe und etwa 1/4 kg Kleister im gewünschten Farbton. Der Pastenanteil in der Beschichtung darf 3 % nicht überschreiten, da eine größere Menge die Waschbarkeit der Wände beeinträchtigen würde. In den meisten Fällen reicht für hellere Töne eine Paste mit etwa 0,5 % aus. Vor dem Schleifen sollte die gesamte Wandoberfläche vollkommen glatt geebnet und anschließend mit einer Bürste gründlich angefeuchtet werden. Farbe darf nicht auf eine trockene Oberfläche aufgetragen werden.

Zunächst sollte die Grundierung so erfolgen, dass 4 kg Base mit etwa 1 1/2 ILiter Wasser vermischt und diese Masse mit einem Pinsel gleichmäßig und in einer Richtung auf die Decken und Wände aufgetragen wird. Wenn dieser Untergrund trocknet, wird die Decke noch zweimal mit einem mit etwa 10 % Wasser verdünnten Untergrund beschichtet. Die Trocknungszeit zwischen zwei Schichten sollte mindestens 3-5 Stunden betragen.

Bevor Sie mit dem Streichen der Wände beginnen, sollten Sie den gewünschten Farbton anmischen. Dazu müssen wir die Paste zunächst mit der doppelten oder dreifachen Menge weißer Farbe verdünnen und gut vermischen. Diese Lösung sollte unter ständigem Rühren zur weißen Grundfarbe gegeben werden. In der Zwischenzeit gilt es zu testen, ob der gewünschte Ton erreicht wird. Wir müssen darauf achten, dass die Farbe im nassen Zustand etwas heller wird.

Die vorbereitete Farbe wird mit ca. 10 % Wasser verdünnt und mit einem Pinsel in zwei Schichten auf die Wand aufgetragen. Auch hier sollte die Trocknungszeit zwischen zwei Schichten 3-5 Stunden betragen.

Nach dem Lackieren sollte der Pinsel sofort mit Wasser abgewaschen werden, denn wenn er trocknet, kann die Farbe nur mit einem Lösungsmittel (Aceton etc.) vom Pinsel entfernt werden. Auch Tropfen vom Boden sollten sofort mit Wasser entfernt werden, da sie nach dem Trocknen nur noch mit einem Lösungsmittel entfernt werden können.

Dispersionsfarben verhindern nicht die natürliche „Atmung“ der Wände, sind mit Wasser verdünnbar, gesundheitsschädlich, stellen keine Brandgefahr dar und haben keinen unangenehmen Geruch. Dispersionsfarben können problemlos sowohl für die Marmorierung als auch für den Abschluss von Linien verwendet werden.

Angaben zu gesundheitlicher Beeinträchtigung, Brand, Geruch, „Atmung“ der Wand, Wassermengen und Reinigungsart gelten nicht automatisch für alle modernen Dispersionsfarben. Lösungsmittel, einschließlich Aceton, sollten nicht ohne ausdrückliche Anweisungen des Herstellers, Prüfung des Untergrunds, Belüftung und Schutz vor Dämpfen und Feuer verwendet werden. Maßgeblich sind die Deklaration sowie das technische und Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Produktes.

Verputzen von Außenwänden

Das Verputzen von Außenwänden lässt sich am einfachsten durch Streichen lösen. Zum Tünchen wird Kalkmilch benötigt, die durch Mischen von gelöschtem Kalk und Wasser im Verhältnis 1:1 gewonnen wird. Es wird ausschließlich alter Löschkalk (gelöscht 2-3 Wochen vor dem Verputzen) verwendet, da frisch gelöschter Kalk nicht an der Wand haftet.

Das Mahlen der ersten Schicht erfolgt ausschließlich mit Kalkmilch. Für die zweite Schicht wird Pulverfarbe im gewünschten Farbton hinzugefügt. Normalerweise werden 5-20 % Pulverfarbe, bezogen auf die Kalkmenge, hinzugefügt.

Um den gewünschten Farbton zu erzielen, können nur mit Kalk mischbare Farben verwendet werden, nämlich: Ocker, Satinober, Venezianisches Rot, Lackschwarz, Oxidschwarz, Zementgrün und Ultramarin. Farben wie: Hellrot, Chromgelb, Baltimore-Gelb, Fresco-Grün, Zinkgrün, Azurblau, Odol-Blau, Türkisch-Rot usw. können nicht zum Verputzen von Außenwänden verwendet werden.

Um das Auftragen der Farbe mit dem Pinsel zu erleichtern, empfiehlt es sich, der Farbe einige Prozent Pflanzenöl (z. B. Leinöl) zuzusetzen.

Im Vergleich zu Kalkanstrichen lassen sich Fassaden mit Polycolor-Anstrichen deutlich hochwertiger und schöner gestalten.

Zu den Arbeiten an der Fassade gehören außerdem die sichere Begehung und Absturzsicherung, die Witterungsbedingungen, der Schutz der Umwelt und der Passanten, die Beschaffenheit und Feuchtigkeit des Untergrunds sowie die Verträglichkeit des gesamten Fassadensystems. Die Verhältnisse von Kalk, Wasser, Pigment und Öl aus dieser historischen Beschreibung sollten nicht ohne aktuelle Design- und Herstellervorgaben angewendet werden.