Die Qualität von Farb- und Lackschichten hängt von der Vorbereitung der Holzoberfläche ab. Vor der Endbearbeitung sollten die Holzfeuchte geprüft, die entsprechende Oberflächenreinheit erreicht, Unebenheiten gefüllt und Staub entfernt werden.
Holzfeuchte vor der Endbearbeitung
Holz, das gestrichen werden soll, muss auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 10–12% getrocknet werden. Holz, das lackiert und poliert werden soll, wird auf 8% getrocknet.
Auf Holzoberflächen mit hohem Feuchtigkeitsgehalt von 20 bis 30% haften Farb- und Lackschichten schlecht und verschleißen schnell. Der Grund dafür ist, dass die Abmessungen des Holzes beim Trocknen in radialer und tangentialer Richtung abnehmen, während sie bei Befeuchtung zunehmen.
Wenn sich die Holzabmessungen in größeren Grenzen verändern, reicht die Elastizität der Farb- oder Lackschicht nicht mehr aus. Beim Trocknen des Holzes wirft die Beschichtung Falten und blättert ab; bei Befeuchtung löst sie sich vom Holz oder reißt an mehreren Stellen.
Hobeln, Schleifen und Oberflächenreinheitsklassen
Die Oberfläche wird entsprechend der Art der Endbearbeitung vorbereitet:
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| Endbearbeitung | Hobeln | Schleifen | Oberflächenreinheitsklasse |
|---|---|---|---|
| Deckende Beschichtungen | Wellenlänge 4–2,5 mm | Schleifpapier 120 | VI oder VII |
| Lackieren | Wellenlänge bis 2 mm | Schleifpapier 120–140 | VIII oder IX |
| Polieren mit Schellackpolitur | Wellenlänge bis 1 mm, anschließend Glättmaschine — Ziehklingenmaschine | Schleifpapier 140–170 | X |
Holz, das mit Anstrichstoffen beschichtet wird, die eine deckende Schicht bilden, wird zunächst auf Hobelmaschinen bearbeitet und anschließend bis zur angegebenen Oberflächenreinheitsklasse geschliffen.
Ausbessern von Unebenheiten
Vor dem Streichen sollten alle Unebenheiten der Oberfläche, einschließlich Äste, Kratzer und Einschnitte, ausgeglichen und gefüllt werden.
Öffnungen von herausgefallenen Ästen sind so zu verdübeln, dass die Faserrichtung des Dübels mit der Faserrichtung des Elements übereinstimmt.
Befeuchten und abschließendes Schleifen
Vor dem Polieren und Lackieren sollte die Holzoberfläche leicht mit Wasser befeuchtet werden. Nach 2–3 Stunden Trocknung wird die Oberfläche mit Schleifpapier 170–200 geglättet, das über einen Unterlegklotz aus Weichholz mit den Abmessungen 100 × 100 mm gelegt wird.
Das Schleifen muss mit gleichmäßigen Bewegungen entlang der Holzfaser erfolgen. Nach dem Schleifen sollte das Produkt oder Element mit einem weichen Tuch abgerieben und der Staub mit einer Bürste entfernt werden.
Grundieren und Spachteln
Vor dem Auftragen von Farben und Lacken, die deckende Beschichtungen bilden, wird das Holz mit einer ölhaltigen oder einer anderen Grundierung grundiert. Falls erforderlich, erfolgt anschließend ein örtliches Spachteln oder ein Spachteln der gesamten Oberfläche.
Die Grundierung soll:
- die Poren schließen;
- die Beschichtung mit dem Holz verbinden;
- die Haftung der Beschichtung verbessern.
Die Farbe der Grundierung und der Spachtelmasse sollte der Farbe entsprechen, in der das Produkt gestrichen wird.
Beim Lackieren und Polieren wird mit speziellen transparenten Grundierungen oder mit verdünnten Lacken und Polituren grundiert, die auch für die Endbearbeitung verwendet werden. Beispielsweise wird die Holzoberfläche für eine hochwertige Bearbeitung mit Schellackpolitur mit einer 10%igen Schellackpolitur grundiert.