Wichtiger Hinweis: Dies ist ein historischer Archivtext und keine aktuelle Spezifikation, Risikobewertung oder Bedienungsanleitung für Elektromaschinen. Modelle, elektrischer Anschluss, Erdung, Schutzvorrichtungen, Durchmesser, Tiefen, Geschwindigkeiten, Arbeitsverfahren und Wartung müssen anhand der geltenden Vorschriften, der Herstellerdokumentation und der Regeln für sicheres Arbeiten überprüft werden.

Dieser Text ist kein Angebot von Elektrowerkzeugen, Maschinen oder Servicedokumentation der Firma Savo Kusić. Das aktuelle Angebot konzentriert sich auf Fenster, Türen und zugehörige Lösungen.

Zweck handgeführter Elektromaschinen

Bei der werkseitigen Herstellung von Tischlereiprodukten sowie bei Tischler- und Zimmererarbeiten auf Baustellen werden häufig elektrische Handwerkzeuge und -maschinen eingesetzt: elektrische Kreissägen, Elektrohobel, Elektrobohrmaschinen, handgeführte Kettenstemmmaschinen, Elektroschrauber, elektrische Schraubenschlüssel und mobile Maschinen zum Hobeln und Schleifen von Parkettböden.

Nach dem Wirkprinzip ihrer Schneidwerkzeuge unterscheiden sich elektrische Handmaschinen nicht von entsprechenden stationären Maschinen. Als Vorteile beschreibt der Text ihre Tragbarkeit, ihr geringes Gewicht und die Möglichkeit, verschiedene Arbeiten (Sägen, Hobeln, Bohren, Stemmen und Schleifen) unter unterschiedlichen Bedingungen auszuführen. Genannt werden der Einsatz in Montagewerkstätten beim Zusammenbau und Einpassen von Türen und Fenstern in ihre Rahmen, der Einbau von Fenstern und Türen in Gebäuden, die Herstellung von Bögen, Gittern, Aufhängern und Schalungen auf Baustellen sowie das Hobeln und Schleifen von Parkettböden. Die Bearbeitung mit Elektromaschinen ersetzt Handwerkzeuge jedoch nicht vollständig, da beim Sägen und Hobeln mit rotierenden Schneiden Wellen, Kratzer und andere Unebenheiten zurückbleiben, die mit Handschaber oder Schleifpapier entfernt werden können.

Historische Vergleiche der Produktivität

Die Produktivität manueller elektrischer Maschinen ist um ein Vielfaches höher als die Produktivität manueller Tischlerwerkzeuge. Beispielsweise ist die Produktivität einer Kreissäge um das 4- bis 10-fache höher als die Produktivität einer Handsäge

Elektrische Kreis- und Bandsägen

Elektrische Kreissägen werden zum Längs- und Querschneiden von Brettern, Balken und anderen Elementen sowie zum Herstellen von Zapfen und anderen Verbindungsarten verwendet. Das Kreissägeblatt kann rechts oder links angeordnet sein, wodurch die Säge universell einsetzbar ist. Abbildung 1 zeigt die Kreissäge I-78.

Historische Universal-Elektrosäge, Archivmarke 20190928 104738 1

Bild 1: Universal-Elektrosäge Typ I-78

Laut Text fand die elektrische Bandsäge, die zum Schneiden kleinerer gerader und gekrümmter Elemente sowie zum Herstellen von Federn und Nuten verwendet wird, keine große Verbreitung.

Elektrische Hobelmaschinen

Elektrohobel werden zum Hobeln von Brettern, Böden und anderem Schnittholz verwendet. Laut Text beträgt die Produktivität des Elektrohobels das 5 - 10-Fache der Produktivität eines Handhobels. Sein Arbeitsteil ist eine vom Elektromotor angetriebene rotierende Messerwelle. Bei den Elektrohobeln I-24 und I-25 wird ein Außenläufermotor beschrieben, dessen Rotor zugleich als rotierende Messerwelle mit vier Messern dient. Der I-24 hat eine Hobelbreite von 100 mm, der I-25 eine Hobelbreite von 60 mm.

Der Elektrohobel I-24 (Abb. 2) besteht aus einem starren Rahmen mit einem Motor, dessen Rotor eine Aluminiumtrommel mit vier Messern trägt. Die Dicke des abgenommenen Spans wird durch Absenken des vorderen Tisches mit einer Einstellschraube geregelt. Die rotierende Messerwelle ist durch eine Schutzhaube abgedeckt.

Historischer Elektrohobel, Archivmarke 20190928 104738 11

Bild 2: Elektrohobel

Dieser Hobel kann auch als Tischhobel verwendet werden; laut Text befinden sich dafür 4 Füße an der Schutzhaube, über die er an einer Unterlage befestigt werden kann. Zum Schräghobeln dient die vorhandene Führung. Der Elektrohobel besitzt eine Handbremse.

Bohrmaschinen, Kettenstemmmaschinen und Elektroschrauber

Die Elektrobohrmaschine vom Typ 1-27 mit asynchronem Drehstrommotor wird laut Text zum Bohren von Öffnungen bis 26 mm Durchmesser und bis 1000 mm Tiefe eingesetzt. Für Öffnungen bis 52 mm Durchmesser beschreibt der Text die kräftigere Elektrobohrmaschine SA-27 mit einer Einstellvorrichtung zum Bohren in einem Winkel von 45o. Die handgeführte Stemmmaschine wird auf Baustellen zur Herstellung rechteckiger Schlitze und Zapfen eingesetzt. Ihr Schneidwerkzeug ist eine endlose Fräskette aus einzelnen, durch Nieten verbundenen Gliedern. Die Produktivität der handgeführten elektrischen Stemmmaschine wird mit bis zu 10-mal höher als bei Handarbeit ohne Maschine angegeben. Außerdem wird die elektrische Stemmmaschine Typ I -1 erwähnt. Elektrische Schraubenschlüssel und Elektroschrauber dienen zum Ein- und Ausdrehen von Schwellenschrauben, Schrauben, Muttern und ähnlichen Verbindungsmitteln. Abbildung 3 zeigt den elektrischen Schraubenschlüssel TKO.

Historischer Elektroschrauber, Archivstempel 20190928 104738 12

Bild 3: Elektroschrauber Typ TKO

Parkettbearbeitungsmaschinen

Die Parketthobelmaschine 0 - 1 (Abb. 4) dient zum Hobeln der Oberflächen von Parkettböden.

Historische Parketthobelmaschine, Archivmarke 20190928 104738 13

Bild 4: Parketthobelmaschine 0 - 1

Als rotierende Messerwelle der Parketthobelmaschine dient der trommelförmige Rotor eines Kurzschlussläufermotors, auf dem drei Hobelmesser befestigt sind. Aufgrund des hohen Drehmoments kann die Maschine laut Text einen Span bis 3 mm Dicke abnehmen. Dies wird als Vorteil gegenüber anderen Parketthobelmaschinen mit separatem Elektromotor und spezieller Messerwelle beschrieben, die einen Span von höchstens 1,5 mm Dicke abnehmen können. Bei einem Schnittwinkel von 90° kann die Maschine zum Feinhobeln eingesetzt werden. Sie bewegt sich auf zwei vorderen und zwei hinteren Rollen.

Zum Schleifen von Parkettböden wird eine Parkettschleifmaschine 0 - 8 (Abb. 5) verwendet.

Historische Parkettschleifmaschine, Archivmarke 20190928 104738 14

Bild 5: Parkettschleifmaschine 0 - 8

Historische Hinweise zu Betrieb und Wartung

Vor Inbetriebnahme der Maschine sind die sichere Befestigung der rotierenden Teile, die Drehrichtung der Schleifwalze, die Befestigung des Schleiftuches und die Erdung der Maschine zu prüfen. Die Maschine sollte mit angehobener Schleifwalze in Betrieb genommen werden.

Der historische Text verlangt parallele Schleifgänge mit einer Überdeckung benachbarter Gänge von 30 bis 35 mm, damit an den Überdeckungen keine Spuren zurückbleiben. Er gibt an, dass die fahrende Maschine mit abgesenkter Schleifwalze gewendet werden kann. Beim ersten Durchgang wird ein Zusatzgewicht auf die Maschine gelegt, damit die Schleifwalze eng an der Fläche anliegt.

Am Ende der Arbeit sollte der Zylinder angehoben werden; schalten Sie den Elektromotor aus; Trennen Sie die Maschine von der Stromversorgung und sammeln Sie den elektrischen Leiter im dafür vorgesehenen Fach. Reinigen Sie die Maschine sorgfältig von Staub und führen Sie eine vorbeugende Inspektion der Maschine durch.

Beim Einsatz handgeführter elektrifizierter Maschinen sind die Arbeitsschutzvorschriften und Hygienevorschriften für produzierende Unternehmen strikt einzuhalten.