Wichtiger Sicherheitshinweis: Dies ist ein historischer Archivtext und keine moderne Arbeitsanweisung. Beim Erhitzen, Härten, Schmelzen und Gießen von Metallen besteht die Gefahr von Bränden, Explosionen, Verbrennungen und giftigen Dämpfen. Insbesondere dürfen die beschriebenen häuslichen Verfahren mit Blei, offenen Flammen, Öfen oder Elektrokochplatten nicht befolgt werden. Solche Arbeiten erfordern die Einhaltung aktueller Vorschriften, geeignete Ausrüstung, Belüftung und eine fachliche Ausbildung.

Dieser Text ist nicht Teil des aktuellen Angebots von Savo Kusić, das sich auf Fenster, Türen und zugehörige Lösungen konzentriert.

Wärmebehandlung von Metallen

Der Kern dieser Behandlung besteht darin, dass glühender und in Wasser schnell abgekühlter Stahl härter wird. Dieser Vorgang wird Härten genannt. Im Gegensatz dazu verliert erhitzter und sehr langsam abgekühlter Stahl seine Härte und wird weich. Dieser Vorgang wird Glühen genannt. Anlassen bedeutet, dass das Metall nur in geringerem Maße weicher gemacht wird, damit ein zu hart und spröde gewordenes Metall wieder bearbeitet werden kann.

Es versteht sich von selbst, dass es nicht einfach ist zu messen, wie viel Metall bei der technischen Verarbeitung erhitzt oder verarbeitet wurde. Nützliche Informationen über die Temperatur des Stahls beim Erhitzen gibt die sich bei verschiedenen Temperaturen ändernde Farbe.

Es ist sehr wichtig, dass das Anlassen bei der richtigen Temperatur durchgeführt wird. Hier folgen einige Beispiele:

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Temperatur                    Anlassfarbe                                 Gegenstände

        C                                                                  zur Wärmebehandlung

225                                    hellgelb                            Nadel, Bohrer, Platte mit

                                                                          Vertiefung

250                                    braungelb                           Anreißwerkzeug

265-275                          rotbraun                       Holzbearbeitungswerkzeuge

285-295                           lila rot

                                        lila-dunkelblau        Schraubendreher, Cutter, Feder

Das Erhitzen sollte das gesamte Material erfassen; das Abkühlen erfolgt am einfachsten durch Eintauchen des Gegenstands in Wasser. Beim Anlassen genügt es, nur die zu behandelnde Oberfläche zu erhitzen und den Gegenstand anschließend an der Luft abkühlen zu lassen (mit einer Gasflamme kann nur die Schneide eines Meißels angelassen werden).

Während des Erweichens sollte das gesamte Objekt langsam und allmählich erhitzt werden und die Kühlluft sollte Raumtemperatur haben.

Außer Stahl können auch einige andere Metalle wärmebehandelt werden. Hartes Messing wird durch Erhitzen auf 500°C und Abkühlen in Wasser erweicht. Läuft dieser Vorgang sehr langsam ab, wird das Messing wieder hart. Messing wird auch durch Hammerschläge und Schmieden gehärtet. Ist Aluminium härter als erforderlich, kann es bei einer Temperatur von 450-500°C und langsamer Abkühlung erweicht werden. Bei Aluminium ist Vorsicht geboten, da es bei einer Temperatur von 650°C schmilzt.

Über das Gießen

Für häusliche Zwecke wurde hauptsächlich Blei gegossen. Nach Möglichkeit wurde von Fett und Farbe gereinigtes Blei in ein Gefäß aus Schmiedeeisen gegeben. Es lässt sich bereits oberhalb von 300°C gut gießen. Beim Gießen in eine Gipsform war Vorsicht geboten, da im Gips eingeschlossene Feuchtigkeit unter Wärmeeinwirkung zu Dampf wird und die Form zerstören kann. Blei konnte in einer stärkeren Konservendose geschmolzen werden, die als Gussgefäß vorbereitet wurde. Der historische Text beschreibt das Erhitzen auf einem Ofen, notfalls auf einem Gasherd oder einer Elektrokochplatte (Abbildung 1). Er warnt vor den Gefahren beim Bleiguss, insbesondere vor dem Einatmen der Dämpfe. Die Gussform wurde schrittweise und langsam mit geschmolzenem Blei gefüllt.

Historische Darstellung von Geräten und Verfahren zum Metallguss

ABBILDUNG 1


Für die moderne Anwendung sind aktuelle Vorschriften, technische Dokumentation der Werkstoffe, Gefährdungsbeurteilung und Anweisungen qualifizierter Fachkräfte maßgebend. Historische Temperaturen, Verfahren und Empfehlungen aus diesem Text sollten nicht als Arbeitsverfahren verwendet werden.