Wichtiger Archiv- und Sicherheitshinweis: Dieser Text bewahrt historische Einteilungen, Verfahren und Behauptungen aus dem Ausgangsartikel. Er ist keine aktuelle Beschichtungsspezifikation, Auswahlempfehlung oder Arbeitsanweisung. Produktzusammensetzung, Untergrundverträglichkeit, Emissionen, Toxizität, Brennbarkeit, Brandverhalten, persönliche Schutzausrüstung, Belüftung, Anwendung und Entsorgung müssen anhand des aktuellen technischen Datenblatts, Sicherheitsdatenblatts und der Herstellerdokumentation geprüft werden. Besondere Vorsicht ist bei Lösungsmitteln, Spritzverfahren, blei- und chromathaltigen Pigmenten sowie alten Beschichtungen erforderlich.

Die im Text genannten historischen Produkte und Behauptungen werden nicht als aktuell von Savo Kusić verwendete Materialien dargestellt. Zum heutigen Kontext siehe Lackierung und Oberflächenbehandlung und die RAL-Farbkarte.

Grundlegende Einteilung

Dabei handelt es sich um Stoffe, die beim Auftragen auf Oberflächen eine dünne dekorative oder schützende Schicht (oder beides) hinterlassen. Anforderungen an diese Mittel sind: gute Plastizität, die eine gleichmäßige Beschichtung ermöglicht, perfekte Haftung auf dem Untergrund, angemessene Haltbarkeit und Farbechtheit. Wir klassifizieren Farbstoffe nach den Inhaltsstoffen, aus denen sie bestehen.

Farben auf Wasserbasis

Wasserbasierte Farben verwenden Wasser als Lösungsmittel. Sie lassen sich leicht auftragen und trocknen schnell (ca. 2 Stunden). Der Ausgangsartikel ordnet sie insbesondere dem Anstrich von Mörtel und Beton zu.

Kalkmilch, die durch Verdünnen von gelöschtem Kalk entsteht, wird für preisgünstige Anstriche verwendet, ist jedoch nicht beständig: Schon leichtes Reiben lässt sie abbröckeln. Kalkfarben haften gut auf Mörtel, jedoch nicht auf Gips und Spachtelmasse. Laut Ausgangsartikel werden sie wegen ihrer kurzen Lebensdauer oder der schlechten Untergrundhaftung nur selten eingesetzt. Mit bestimmten Härtern lassen sie sich etwas stabilisieren; durch Zugabe anderer wasserlöslicher Farben kann eine Reihe von Farbtönen erzielt werden.

Gips- und Leimfarben sind nicht besonders wischfest und werden nur in Innenräumen verwendet. Der Artikel beschreibt ihre Herstellung aus einem besonderen Gipspulver, das mit Wasser angerührt und mit Leim gebunden wird. Wegen seiner praktischen Anwendung sei Zelluloseleim in Flocken am weitesten verbreitet gewesen. Nach kurzem Einweichen in Wasser entsteht eine mehr oder weniger dicke Paste. Mit wasserbasierten Vinylfarben lassen sich unterschiedliche Farbtöne erzielen. Gips- und Leimfarben können nicht auf alte Schichten aufgetragen werden. Vor einem neuen Anstrich muss eine alte Schicht auf Gips mit einem feuchten Schwamm bis zum blanken Untergrund entfernt werden; auf Mörtel ist sie ebenfalls nass abzuschaben.

Nicht waschbare Leim- oder Wasserfarben bilden beim Trocknen einen relativ widerstandsfähigen Film, der sich bei Wasserkontakt jedoch ablöst. Früher wurden diese Farben laut Artikel durch Erwärmen mit einem besonderen Leim gebunden; später kamen gebrauchsfertige Produkte zum Einsatz. Alte Schichten lassen sich mindestens einmal überstreichen, müssen jedoch abgekratzt werden, wenn der Mörtel freigelegt werden soll. Waschbare Wasserfarben beschreibt die Quelle als die verlässlichsten Produkte dieser Gruppe. Sie können auf zahlreichen Materialien, darunter verschiedene Mörtelarten und Holz, eingesetzt werden und sind in vielen Farbtönen erhältlich. Sie bilden leicht eine wasser- und reibungsbeständige Schicht, lassen die Wände dem Artikel zufolge jedoch nicht „atmen“. Nach einfachem Waschen der Oberfläche kann ein neuer Anstrich auf die alte Farbe aufgebracht werden. Die beschriebenen Farben verwenden Titanweiß als Hauptpigment und Kunstharze als Bindemittel. Innen- und Außenfarben unterscheiden sich etwas in der Qualität des Bindemittels—Vinyl beziehungsweise Acryl—und der Pigmente, die im ersten Fall als leuchtender und im zweiten als besonders lichtbeständig beschrieben werden. Außenfarben können auch innen verwendet werden, jedoch nicht umgekehrt.

Lacke

Lacke nutzen unterschiedliche Stoffe als Lösungsmittel, die schneller oder langsamer verdunsten. Sie werden hauptsächlich zum Abdecken von Holz- oder Metalloberflächen verwendet, auf denen sie eine sehr widerstandsfähige und wasserundurchlässige Schicht bilden. Klarlacke sind solche, die beim Auftragen auf eine Oberfläche den Blick auf den Untergrund freigeben. Pigmentierte Lacke hingegen hinterlassen einen farbigen Film. Emaille ist eine besondere Art von Lack, der eine glänzende Oberflächenschicht verleiht.

Je nach Art der Bestandteile unterscheidet der Text mehrere Lackkategorien. Öllacke werden als Erzeugnisse auf Basis flüchtiger Öle—meist gekochtem Leinöl—und natürlicher Harze beschrieben. Sie verwenden Terpentin als Lösungsmittel und trocknen frühestens nach sechs Stunden. Klarlacke dieser Art dienen vor allem zum Schutz von Holz, wobei dessen charakteristische Maserung und Fasern sichtbar bleiben. Als Pigmente deckender Buntlacke nennt der Artikel Zinkweiß und Titanweiß; besondere Ölfarben erweitern die Farbtonauswahl. Neben Holz und Eisen beziehungsweise anderen Metallen wurden diese Lacke laut Text häufig eingesetzt, um undurchlässige Flächen auf Außen- und Innenwänden zu erzeugen. Kunstharzlacke bestehen aus synthetischen Harzen, mit oder ohne natürliche Öle, die in geeigneten Lösungsmitteln gelöst sind. Klarlacke und Emaillelacke haben dieselben Anwendungen wie Öllacke, werden jedoch als feuchte- und witterungsbeständiger sowie schneller trocknend beschrieben (etwa drei Stunden).

Alkoholbasierte Lacke sind Lösungen besonderer Harze vom Kopaltyp in Alkohol. Sowohl Klarlacke als auch Emaillelacke dieser Art werden laut Quelle wegen ihrer mittelmäßigen Ergebnisse nur als Grundierung und nicht als Schlussanstrich verwendet.

Nitrozelluloselacke enthalten neben speziellen Lösungsmitteln natürliche und künstliche weichmachende Stoffe und Harze. Ihr Hauptmerkmal ist, dass sie in kürzester Zeit (in etwa 30 Minuten) verdunsten (trocknen) und eine extrem dünne Schicht bilden. Aus diesem Grund werden sie meist durch Sprühen und nicht durch Streichen aufgetragen (sie werden in Sprühflaschen verkauft). Sie werden häufig zum Lackieren von Metall verwendet und liefern gute Ergebnisse auf Holz und den gängigsten Wanduntergründen.

Wasserbasierte Lacke vereinfachen kleine Lackierarbeiten, da sie keiner vorherigen Vorbereitung mit Grundfarben (Basisfarben) bedürfen. Und die Tatsache, dass sie keine speziellen Lösungsmittel benötigen, sondern mit normalem Wasser gelöst werden können, ist kein geringer Vorteil. In puncto Widerstandsfähigkeit, Glanz und Haltbarkeit sind sie nicht schlechter als herkömmliche Lacke.

Emaillelack aus dem historischen Artikel 

Schutzfarben und -lacke

Schutzfarben und -lacke sollen die beschichteten Oberflächen schützen und das Material erhalten. Der Ausgangsartikel behauptet, dass sich für nahezu jedes Konservierungsproblem ein geeignetes Produkt finden lasse.

Wasserfeste Lacke, beispielsweise auf Silikonbasis, sind transparente Flüssigkeiten, die Oberflächen vor Feuchtigkeit schützen und ihr Aussehen nicht verändern. Sie werden häufig auch an Außenwänden angebracht.

Lacke auf Basis von Polyester und Polyurethan bilden auf dem Holz eine transparente Schutzschicht, die wasserundurchlässig und recht kratzfest ist. Sie werden für Holzböden und Fensterrahmen, Türen und allgemein für Holzarbeiten im Außenbereich verwendet.

Der Ausgangsartikel behauptet, dass antibakterielle, antiparasitäre und fungizide Farben nicht nur Holz, sondern auch Mörtel, Beton, Stein und Ziegel vor Organismen schützen, ungiftig seien und nicht vom Regen abgewaschen würden. Diese historischen Aussagen müssen anhand der oben genannten aktuellen Produktunterlagen geprüft werden.

Anti-Salpeter-Farben werden mit einem Pinsel auf durch Salpeter beschädigte Wände aufgetragen. Zuerst sollten wir die Wände gründlich mit einer Bürste reinigen. Sie dienen als Untergrund für Malerarbeiten, Tapezierarbeiten oder andere Wandbeläge.

Abschließend beschreibt der Artikel Brandschutzfarben, die Holz und andere brennbare Materialien vor Feuer schützen sollen. Sie könnten dem Text zufolge einen größeren Brand nach einem Kurzschluss oder einer weggeworfenen Zigarette verhindern. Das beschriebene Produkt wird in einer etwa ein Zehntel Millimeter dicken Schicht auf Holz, Pappe, Sperrholz oder Hartfaserplatten aufgetragen. Bei Feuerkontakt soll es einen festen Schaum bilden, der die Flamme vom beschichteten Material trennt. Eine weitere Brandschutzbeschichtung für Holz wird als Mittel beschrieben, das Verkohlung verhindert und die mechanischen Eigenschaften des Holzes erhält. Ohne aktuelle Prüf- und Zulassungsunterlagen dürfen diese Aussagen nicht als Brandschutzspezifikation verwendet werden.

Farben und Lacke aus einem historischen Artikel 

Mittel zur Untergrundvorbereitung

Untergrundvorbereitungen sind Farben, die mit einem Pinsel als erste Schicht auf Oberflächen aufgetragen werden, um die folgenden, abschließenden „Anstriche“ besser zu erhalten. Dies können sein:

  • Isolierfarben, die die Porosität des Untergrunds (Mörtel, Holz) ausgleichen und Flecken durch unterschiedliche Saugfähigkeit im fertigen Anstrich verhindern;

  • Holzgrundierungen wie Zementit und ähnliche Produkte, die die Holzporen füllen und eine glatte Fläche für die spätere Lackierung schaffen;

  • Korrosionsschutzfarben, die auf Metall aufgetragen werden, um Rost zu verhindern.

Der historische Text nennt klassisches Bleimennige (Bleioxid) in Leinöl sowie synthetische Produkte mit Pigmenten auf Basis von Chrom und Eisenoxid, die deutlich schneller trocknen sollen. Außerdem werden Produkte erwähnt, die im Durchschnitt in einer Stunde trocknen. Wash-Primer verbesserten dem Artikel zufolge die Lackhaftung auf Metall und seien als erste Schicht auf verzinktem Metall erforderlich, auf dem gewöhnlicher Lack sonst nicht haften würde. Die heutigen rechtlichen, gesundheitlichen, umweltbezogenen und produktspezifischen Anforderungen haben Vorrang vor dieser Archivbeschreibung.