Archivierter Experteninhalt: Der Artikel bewahrt die historische Aufteilung der Mauern, Ausdrücke, Maße und Ansprüche aus dem Originaltext. Es handelt sich nicht um ein Wandprojekt, keine statische oder seismische Berechnung, keinen Brand-, Schall- oder Wärmeschutznachweis, kein Abdichtungsdetail oder eine Ausführungsanleitung. Material, Belastbarkeit, Anschlüsse, Bewehrung, Ausdehnungen, Feuchtigkeits- und Brandschutz sowie die Einhaltung geltender Vorschriften werden von verantwortlichen Planern anhand des konkreten Objekts und der deklarierten Produkte festgelegt.

Heute konzentriert sich Savo Kusić auf Holzfenster, Holz-Aluminium-Fenster, kundenspezifische Fenster, Türen und Angebotsanfragen. Dieser Artikel bleibt ein technisches Archiv und stellt kein Angebot zur Planung oder Ausführung von Mauerwerksarbeiten dar.

1. Außenwände aus Naturstein

Ausgehend von einer gröberen Konstruktion und einem schwächeren äußeren Erscheinungsbild bis hin zu einer besseren Konstruktion und einem schöneren Erscheinungsbild werden die Wände im Originaltext in folgende Gruppen eingeteilt:

  1. Mauern aus Bruchstein – wurden aus grob gebrochenen Stücken sehr unterschiedlicher Größe hergestellt, deren Lagerflächen kaum bearbeitet wurden. Die Mauer muss über ihre gesamte Breite rechtwinklig und in Schichten von 1,5 m Höhe ausgeführt sein. Bruchsteinmauern sollten nur als Stützmauern verwendet werden.
  2. Schichtenmauerwerk aus hammerrecht bearbeitetem Stein – wird ebenfalls aus unterschiedlich großen Stücken hergestellt, deren Lager- und Stoßflächen auf einer Breite von mindestens 12 cm bearbeitet und annähernd rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind. Die Schichthöhen unterscheiden sich sowohl innerhalb einer Schicht als auch zwischen verschiedenen Schichten.
  3. Unregelmäßig geschichtete Wände – Berührende und angrenzende Flächen werden auf eine Breite von mindestens 15 cm behandelt. Die Schichthöhen wechseln sich sowohl innerhalb einer Schicht als auch in verschiedenen Schichten in einem moderaten Verlauf ab. Bei Mauern mit regelmäßigen Schichten ändert sich die Höhe der Steine ​​nicht.
  4. Mauern aus Werkstein oder Steinblöcken – Einzelstücke werden exakt nach Zeichnung bearbeitet; auch ihre Lager- und Stoßflächen müssen über die gesamte Breite bearbeitet werden.
  5. Beschichtete Wand oder Mischmaterialwand – besteht aus Natursteinplatten mit einer Hintergrundwand aus Kalksandsteinen, Leichtbetonsteinen oder Voll- oder Hohlziegeln. Dabei darf jede dritte Natursteinschicht nur aus Verbindungselementen bestehen, die mindestens 24 cm lang sind und mindestens 10 cm in die Rückwandmasse eindringen. Die Dicke von Natursteinplatten muss mindestens ein Drittel der Höhe und mindestens 11,5 cm betragen.

Eine Mauer aus unregelmäßig gebrochenem Naturstein

Eine Mauer aus regelmäßig behauenen Steinblöcken

2. Außenwände aus Beton und Blöcke aus Verbundmaterial

  1. Außenwände aus schwerem Beton – diese Art von Wand wird selten beim Bau von Räumen verwendet, die für einen dauerhaften Aufenthalt bestimmt sind. Es wird häufiger in Industrieanlagen eingesetzt. Lediglich bei der kombinierten Mauerwerksart mit leichten Kalkbetonplatten kommt Beton aus Gesteinskörnungen im Hochbau zum Einsatz.
  2. Außenwände von Stahlbetonskelettkonstruktionen – die Wände von Skelettkonstruktionen werden mit Blöcken oder Ziegeln gefüllt. Lassen Stahlbetonstützen zu viel Wärme ein, muss an diesen Stellen für eine bessere Wärmedämmung gesorgt werden, etwa durch Dämmplatten aus Holzwolle oder Holzfasern, Stein- oder Glaswolle, Dämmplatten aus Kork etc.
  3. Außenwände aus Leichtbetonblöcken – für Wände aus Leichtbetonhohlblöcken mit porösen Zuschlagstoffen ist die Erstellung eines Stapelplans erforderlich, da die Überlegenheit dieser großen Blöcke voll zur Geltung kommt, wenn die Blöcke beim Einbau nicht behauen werden müssen. Bei Wänden (nach Abstimmungsmaßnahme) mit einer Dicke von 25 cm können Hohlblocksteine ​​als Randstücke verwendet werden, wenn die Nuten an den Stirnflächen der Steine ​​nicht stören. Müssen die Innenwände mit den Außenwänden verbunden werden, ist darauf zu achten, die verbleibenden Hohlräume mit massiven Leichtbetonsteinen zu füllen. Auf diese Weise wird die gesamte Verbindung nicht gestört und ein Schneiden ist nicht erforderlich.
  4. Ebenso ist für Wände aus massiven Porenbetonblöcken (Gas- oder Schaumbeton), die ebenfalls großformatig sind, die Erstellung eines Stapelplans erforderlich. Das Wichtigste ist, dass die Fugen benachbarter Schichten nicht übereinstimmen. Die Stücke für die Auslässe können durch Sägen gewöhnlicher Porenbetonstücke fertiggestellt werden.

Die sichtbare Oberfläche einer Schwerbetonwand

Ausfachung eines Stahlbetonrahmens mit Mauersteinen

3. Außenwände aus Backstein

  1. Außenwände aus Vollziegeln – Für sichtbare Ziegeloberflächen werden meist niedrige Vollziegel verwendet, da dadurch niedrige Schichten entstehen, die einen besonders schönen Eindruck vermitteln. Bei diesem Sichtmauerwerk ist jedoch die Wahl des Mauerverbands von besonderer Bedeutung;
  • Blockverband – Binder- und Läuferschichten wechseln regelmäßig

Schematische Darstellung eines Blockverbands

  • Kreuzverband – Binder- und Läuferschichten wechseln regelmäßig, wobei jede zweite Läuferschicht um einen halben Ziegel versetzt ist

Schematische Darstellung eines Kreuzverbands

  • Gotischer oder polnischer Verband – Binder und Läufer wechseln in jeder Schicht regelmäßig; der Ausgangstext beschreibt die Wirkung als besonders ansprechend

Schematische Darstellung eines gotischen oder polnischen Verbands

  • Flämischer oder holländischer Verband – Binderschichten wechseln regelmäßig mit gotischen Schichten

Schematische Darstellung eines flämischen oder holländischen Verbands

  1. Außenwände aus Ziegeln mit vertikalen Hohlräumen – der Sockel aus Ziegeln mit Hohlräumen entspricht in der Höhe dem Sockel aus Vollziegeln (Kreuz- oder Blockverbindung); Ziegelwände mit Hohlräumen entlang der Höhe sind abgedeckt.
  2. Außenwände aus Ziegeln mit Längshohlräumen - Wenn die Breite des Ziegels der Dicke der Wand entspricht, wird ein Verbundverband aufgetragen (Auflage von ½ Ziegel). Bei Wänden mit versetzten Kontaktfugen beträgt die Überlappung ¼ eines Ziegels. Alle Anschlüsse von Längshohlziegeln erfordern gleich hohe Ziegel mit Hohlräumen an den Rändern und Austritten, damit die Längshohlräume einwandfrei thermisch verschlossen werden können.

4. Außenwände aus Glasbausteinen

Innenansicht einer Wand aus transparenten Glasbausteinen

Meist bestehen nur Teile der Außenwände aus Glasbausteinen. In vielen Fällen muss Tageslicht nur durch Öffnungen oder durch ganze Wände gelassen werden, ohne dass eine Belüftung erforderlich ist. In solchen Fällen ist es am besten, die Öffnungen in den Wänden mit Glasbausteinen zu füllen. Wände aus Glasbausteinen weisen im Vergleich zu klassischen Fenstern eine Reihe von Vorteilen auf: höherer Wärmeschutz, höherer Schallschutz, Feuerbeständigkeit, bessere Lichtstreuung, höhere Druckfestigkeit usw.

Glasbausteine ​​werden in der Regel in selbsttragende Wände eingebaut – sie dürfen statisch nicht belastet werden. Überall dort, wo Glasflächen mit Wandflächen, Holzsäulen oder Stahlstützen in Berührung kommen, sind Dehnungsfugen vorzusehen, die nicht mit Mörtel verfüllt werden dürfen.

Zwischen der Oberkante der Glassteinwände und der Stahlbetonunterlage bzw. Stahlstütze muss ein Freiraum zum Biegen dieser Unterlage gelassen werden. Dehnungsfugen zwischen Glasbausteinen und anderen Materialien müssen mit bituminöser Jute, Asphaltpappe oder wasserabweisenden Holzfaserplatten gefüllt werden.

Bei Flächen aus Glasbausteinen, die höchstens 3 m2 groß sind, reicht es aus, die aussteifende Bewehrung in die angrenzende Wand einzulegen. Bei größeren Flächen (bis 12 m2) müssen die Flächen der Glasbausteine ​​in die Nut der Wand eingelegt oder an die Wandabläufe angelegt und auf der anderen Seite mit Metallecken befestigt werden. Bei Flächen größer als 12 m2 sind höhere Verstärkungen erforderlich. Solche vertikalen Verstärkungen sind von außen nicht sichtbar und bestehen aus Beton oder U-Profilen. Die sichtbaren vertikalen und horizontalen Verstärkungen hingegen bestehen aus I-Profilen.

Historische Angaben zur Hitze-, Schall-, Feuer- und Druckbeständigkeit gelten nicht automatisch für jedes moderne Produkt. Der Untergrund, die Bewehrung, die Stützen, die Dehnungen und die Fugen sind entsprechend dem angegebenen System, den Belastungen und den gültigen Normen zu gestalten.

5. Innenwände

Bei Innenwänden ist zwischen tragenden und trennenden Wänden zu unterscheiden. Tragende (tragende) Innenwände entsprechen in ihrer Struktur den Außenwänden, mit der Ausnahme, dass für sie kein Wärmeschutz erforderlich ist – mit Ausnahme von Wänden an Treppenhäusern und einigen Trennwänden von Wohnräumen.

Unbelastete Wände werden in drei Gruppen eingeteilt:

  • Unbelastete, aber unterstützte Innenwände, die über die gesamte Länge der Wände oder Stützen, auf denen sie ruhen, errichtet werden,
  • Unbelastete, freitragende Innenwände, die außer an den Enden keine Längsstützen aufweisen,
  • Bewegliche Innenwände, deren Position geändert werden kann.

Innenwände aus Metall werden in der Regel nur in Ausnahmefällen hergestellt, etwa als Stahlblechwände in Fabriken oder Bleiplatten für Röntgenräume. Viel häufiger findet man dagegen bewegliche Innenwände in Form von Metallrahmen mit beidseitiger Blechverkleidung, Faserbetonplatten oder Hartholzfaserplatten. Oft sind diese Wände mit Glaswolle gefüllt.

Innenwände aus Holz werden meist in Form von Holzrahmenwänden – oft mit Verglasung – oder in Form von vorgefertigten Paneelen hergestellt. Horizontale Schiebewände werden in Form von Paneelen oder als Faltwände hergestellt.

Bei Trenn- und Stellwänden sind Stabilität, Befestigung, Belastung von Sockel und Decke, brand- und schalltechnische Anforderungen sowie die Sicherheit der Verglasung zu prüfen. Wände für Röntgenräume und andere Strahlenschutzsysteme erfordern ein spezielles Design, kontrollierte Materialien und eine fachmännische Überprüfung.

Holztrennwand mit gegliederter Verglasung und Türen